Der neue Josef-Treff steht in Gaggenau direkt vor der gleichnamigen Kirche.
Der neue Josef-Treff steht in Gaggenau direkt vor der gleichnamigen Kirche.
Quelle: Lebenshilfe

Ein inklusiver Treffpunkt mitten im Herzen der Stadt, offen für Begegnungen, Gespräche, Essen, Trinken, Kultur, sprich für alle Menschen – das ist der neue Josef-Treff. Dazu wurde auf dem Kirchvorplatz St. Josef jetzt ein neuer Stand eröffnet, der als Stützpunkt fungiert und ein Kooperationsprojekt der

Katholischen Kirchengemeinde Gaggenau, Stiftung Lebenshilfe der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e. V. sowie der Stadt Gaggenau ist. „Schon die große Zahl an Besuchern macht deutlich: Das Interesse ist immens“, betonte Oberbürgermeister Christof Florus am Eröffnungstag.

Auch wenn es nur ein kleiner Stand zu sein scheint, so geht doch eine große Wirkung von ihm aus. Denn der Josef-Treff und der Kirchvorplatz schaffen nun einen neuen Raum für Begegnungen. Und das mitten in der Stadt. „Wir wollen hier verschiedenste Menschen zusammenbringen und damit dem Gedanken der Inklusion Rechnung tragen. Zudem sind hier Menschen mit Migrationshintergrund stets willkommen, denn auch die Förderung der Integration ist ein erklärtes Ziel“, bemerkte das Stadtoberhaupt. Sein Dank für die neuartige Idee und vor allem für die Umsetzung des Josef-Treffs galt Pfarrer Tobias Merz, Lebenshilfe-Vorsitzender Hasso Schmidt-Schmiedebach, Lebenshilfe-Geschäftsführer Martin Bleier sowie ihren Mitarbeitern und Helfern, insbesondere Ute Stoll von der Lebenshilfe und Bürgerpreisträger Herbert Walterspacher von der Kirchengemeinde sowie City-Manager Philipp Springer.

Die Idee des Josef-Treffs war so stark, dass sich über die Lebenshilfe und die Kirche hinaus zahlreiche Unterstützer und Förderer zusammengetan haben. Auch ihnen dankte der Oberbürgermeister und schloss mit den Worten: „Der Josef-Treff lebt vom Dialog miteinander. Wir freuen uns nun auf zahlreiche Begegnungen und Gespräche.“

Vereine, Gruppen, Kindergärten, Schulen, Klassen, Firmen und andere können den Josef-Treff nutzen. Ob Kuchenverkauf, Bewirtung, Präsentation, Unterhaltung – vieles ist möglich. Dabei ist das Ziel, unterschiedliche Menschen zusammenzubringen. Daher werden auch nach Möglichkeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe, der Murgtal-Werkstätten und -Wohngemeinschaften bei den Aktionen vor Ort eingebunden. Für die Bereitstellung des gut ausgestatteten und barrierefreien Josef-Treffs fällt bei gewinnorientierten Angeboten eine Gebühr an. Kontakt: Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V., Pionierweg 3 – 4, 76571 Gaggenau, Telefon: 07225 6808-130, Internet: www.lebenshilfe-rastatt-murgtal.de

Auch in der zweiten Eröffnungswoche ist wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten:

Donnerstag, 7.12.: 14 - 18 Uhr: Hofgut Aspichhof (Ottersweier) mit Wurst, Backwaren und Milchprodukten aus eigener Herstellung. Der Aspichhof beschäftigt derzeit elf Menschen mit Behinderungen und stellt vielfältige landwirtschaftliche Produkte her.

Freitag, 8.12.:
16 - 18 Uhr: Pfarrgemeinderäte der Katholischen Kirche Gaggenau verkaufen Brezeln und Josef-Bräu.

Samstag, 9.12.:
8 - 12 Uhr: Kuchenverkauf des Kindergartens St. Josef

Mittwoch, 13.12.:
10 - 12 Uhr: Die Hospiz-Gruppe Gaggenau informiert. Hospizarbeit bedeutet das zugewandte und achtungsvolle Begleiten von Menschen in der schwierigen Endphase ihres Lebens. Dieses Thema in die Gesellschaft hineinzutragen, ist ein Anliegen der ehrenamtlichen Helfer der Hospiz-Gruppe Gaggenau.

Donnerstag, 14.12.:
16 - 19 Uhr: Studenten, Auszubildende und FSJ-ler (Freiwilliger Sozialer Dienst) der Murgtal-Werkstätten backen Waffeln.