Das Kuppelsteinbad in Ottenau ist ein beliebter Treffpunkt.
Das Kuppelsteinbad in Ottenau ist ein beliebter Treffpunkt.
© StVw

Waldseebad
Im Mai 2021 wird das neu sanierte und umgebaute Waldseebad wieder eröffnen. Die Vorbereitungen, Planungen und Arbeiten hierzu laufen auf Hochtouren. Ursprünglich hatte die Verwaltung gehofft, bereits in der Saison 2020 das Bad wieder in Betrieb nehmen zu können. Ein verzögerter Zuwendungsbescheid und nötige Umplanungen führten nun dazu, dass der ehrgeizige Eröffnungstermin nicht eingehalten werden kann. Die Baugenehmigung für den Badumbau sowie für die meisten Gebäude wurde Ende März 2019 erteilt. Noch nicht genehmigt wurde das zweite Sanitärgebäude beim Kinderplanschbecken, da von der unteren Forstbehörde ein Abstand vom Wald von 45 Meter für erforderlich gehalten wird. Die Planungen sollen deshalb leicht geändert und neu eingereicht werden.

Abgeschlossen sind die Baugrunduntersuchungen für die Hochwasserschutzmaßnahme als auch für die Schwimmbadsanierung. Die entsprechenden Baugrundbeurteilungen mit Gründungsempfehlungen liegen der Verwaltung seit April 2019 vor und werden nun in den weiteren Planungen und Arbeiten entsprechend berücksichtigt. Um zügig voranzukommen, wurden die Hochwasserschutzmaßnahme gemeinsam mit den Abbruch-, Erdarbeiten und Bodenstabilisierungsarbeiten für das Bad ausgeschrieben. Bis zum 4. Juni 2019 konnten Firmen Angebote abgeben. Die Vergabe ist für die Sitzung am 1. Juli geplant. Der Baubeginn ist dann ab Anfang September 2019 vorgesehen. Für die gesamten Arbeiten ist ein Ausführungszeitraum bis Ende April 2020 kalkuliert. Im nächsten Bauabschnitt geht es um die Umwälztechnik des Naturbades. Zwischen Februar und April wird mit weiteren Rohbauarbeiten für Becken und Gebäude gestartet. Es folgen Naturstein- und Landschaftsbauarbeiten. Zum Schluss erfolgt der Einbau von Geräten wie Lifter und Rutsche. Während es für die Sanierung des Waldseebades keine Fördermittel gibt, ist für die Hochwasserschutzmaßnahme eine Zuwendung zugesagt.

 

Kuppelsteinbad Ottenau
Das Kuppelsteinbad in Ottenau hat unter anderem auch aufgrund der Schließung des Waldseebades in den letzten beiden Jahren ein deutlich höheres Besucheraufkommen zu verzeichnen. Der damit verbundene organisatorische Mehraufwand in der Betriebsführung ist durch ehrenamtlich Tätige kaum mehr alleine zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund hat der Schwimmbadverein Kuppelsteinbad e.V. die Stadt um Unterstützung bei der Betriebsführung des Kuppelsteinbades gebeten. Dabei wurde vereinbart, dass die Stadt bis zur Wiedereröffnung des Waldseebades die Koordination einiger Aufgaben übernimmt. Im Wesentlichen sind dies:

- die Organisation von Badeaufsichtspersonal für den öffentlichen Badebetrieb von 14 bis 20 Uhr
- die Organisation der Gebäudereinigung
- die Organisation verschiedener Wartungs- und Kontrollarbeiten (z.B. Baumkontrolle, Kontrolle von Spielgeräten und elektrotechnischen Anlagen)
- die Koordination des Schulschwimmens

Sowohl die Kosten für das Badpersonal als auch die entstehenden Sachkosten werden vom Schwimmbadverein getragen.

 

Freibad Sulzbach
Der Schwimmbadverein Sulzbach plant schon seit mehreren Jahren eine umfassende Sanierung des Beckens mit einer Verkleinerung der Wasserfläche sowie einer grundlegenden Erneuerung der Durchströmung. Hauptproblematik war in der Vergangenheit immer die Finanzierung der Maßnahme.

Im Oktober 2014 hat der Gemeinderat beschlossen, für die Sanierung einen Investitionskostenzuschuss von maximal 440.000 Euro (zuzüglich Anpassungen gemäß Baukostenindex) bereitzustellen.

Der Schwimmbadverein Sulzbach hat sich zwischenzeitlich für eine Variante mit einer Größe von ca. 550 Kubikmeter in Edelstahlausführung entschieden, für die sich die vom Verein ermittelten Baukosten auf insgesamt rund 1,13 Millionen Euro belaufen. Für diese Variante hat der Verein einen Bauantrag eingereicht. Außerdem wurden vom Verein Zuwendungen aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum beantragt. Unter Berücksichtigung der vom Land 2019 bewilligten Mittel, des Eigenanteils des Vereins sowie des gemäß Baukostenindex angepassten städtischen Zuschusses besteht noch ein Finanzierungsdefizit von ca. 160.000 Euro. Der Verein wünscht, dass diese Summe von Seiten der Stadt als Darlehen gewährt wird. Dieser Wunsch soll nun in der Projektgruppe ZG 2030 sowie schließlich im Gemeinderat erörtert werden, um am 22. Juli im Gemeinderat eine Entscheidung treffen zu können.

 

Hallenbad
Für das Hallenbad wurde 2014 der Sanierungsbedarf ermittelt. Von Seiten des beauftragten Ingenieurbüros wurden damals Gesamtsanierungskosten von rund 2,23 Millionen Euro ermittelt. Im Rahmen der Diskussion zur Neustrukturierung der Bäderlandschaft hat der Gemeinderat im Jahr 2017 die Entscheidung über eine Sanierung oder einen Neubau ausgesetzt. Das Bad wurde im bisherigen Zustand weiterbetrieben. Größere bauliche Mängel sind seither nicht hinzugekommen. Lediglich im Bewegungsbecken waren verschiedene Reparaturen notwendig. Das Bewegungsbecken ist bereits wieder nutzbar und auch die Massagedüsen am Beckenrand sind in Betrieb, lediglich die Sprudelliegen stehen erst ab Mitte Juni wieder zur Verfügung.

Die in den vergangenen Wochen teilweise erfolgten Schließungen des Bades, waren ausschließlich der derzeit angespannten personellen Situation geschuldet. Zur Verbesserung der Personalsituation wurden von Seiten der Stadtwerke umgehend Stellenausschreibungen geschaltet und es konnte auf Anfang Mai 2019 ein neuer Mitarbeiter gewonnen werden. Im Herbst 2019 wird darüber hinaus noch ein Auszubildender eingestellt. Außerdem läuft derzeit noch eine Ausschreibung für einen Badebetriebsleiter.

 

Im Hinblick darauf, dass die Stadt in diesem Jahr die Organisation von Badeaufsichtspersonal für den öffentlichen Badebetrieb des Kuppelsteinbades übernimmt, wird es während der Freibadsaison auf jeden Fall zu eingeschränkten Öffnungszeiten im Hallenbad kommen. Außerdem wird das Bad während der Sommerferien für Wartungsarbeiten geschlossen sein.