Direkt zur Navigation springen Direkt zum Inhalt
Oberbürgermeister Christof Florus, Diakon Matthias Richtzenhain und Schüler der Realschule Gaggenau bei der Gedenkfeier.
Oberbürgermeister Christof Florus, Diakon Matthias Richtzenhain und Schüler der Realschule Gaggenau bei der Gedenkfeier..
© StVw

Die Zahlen sind immer wieder erschütternd: 17 Millionen Menschen wurden Opfer des ersten Weltkrieges; der zweite Weltkrieg forderte weitere 60 bis 70 Millionen Menschenleben. Eindringlich war daher auch der Appell von Oberbürgermeister Christof Florus am Volkstrauertag, dass alles getan werden müsse, dass sich solch verheerende kriegerische Auseinandersetzungen nicht wiederholen. Mit dem Gedenktag werde die Hoffnung verbunden, dass Frieden und Versöhnung einkehren mögen, dass das menschenmordende Treiben aufhört und jene humanen Bedingungen wieder um sich greifen, die das Leben erst lebenswert machen. Leider würden auch heute noch Menschen durch Kriege, Bürgerkriege oder Terrorismus zu Tode kommen.

Das Gedenken auf dem Rotenfelser Friedhof stand in diesem Jahr unter zwei Schwerpunkten, einmal überregional im Zeichen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren im September 1939 mit dem Überfall von Nazi-Deutschland auf das benachbarte Polen. Und zum anderen im Zeichen der Bombardierung Gaggenaus vor 75 Jahren im September und Oktober 1944. Der verbrecherische deutsche Angriff auf Polen brachte bis dahin ungeahntes Leid buchstäblich über die ganze Welt, einschließlich Gaggenaus. Zahlreiche Menschen kamen in Gaggenau ums Leben, viele wurden verletzt, die Hälfte der Bevölkerung war obdachlos und die Stadt in nie dagewesenem Maße zerstört. „Angesichts dieser Dimensionen können wir nur ausrufen: Nie wieder Krieg, nie wieder Gewaltherrschaft, nie wieder Verbrechen gegen die Menschlichkeit! Was in unseren Händen liegt, kriegerische Entwicklungen und damit einhergehende Katastrophen zu verhindern, müssen wir auch tun!“, verwies OB Florus auf die Partnerschaften mit Annemasse und Sieradz. „Unter dem Dach eines zusammenwachsenden Europas wollte und will auch Gaggenau seinen Beitrag zu Verständigung und Freundschaft leisten – für Frieden, Freiheit und demokratische Werte“.

Mit Gedanken zum Volkstrauertag rundeten Lena Fütterer und Leon Prohaska, Schüler der Realschule Gaggenau, sowie der Gesangverein „Frohsinn“ Bad Rotenfels die Gedenkfeier ab. Diakon Matthias Richtzenhain sprach das Gebet zum Volkstrauertag. Die Feuerwehrabteilungen Bad Rotenfels, Ottenau und Gaggenau-Kernstadt sowie die Reservisten Murgtal/Gaggenau und die DRK-Ortsvereinen Gaggenau und Ottenau begleiteten die Trauerfeier.