Für die Anwohner im Bereich Konrad-Adenauer-Straße ist eine Lärmschutzwand geplant.
Für die Anwohner im Bereich Konrad-Adenauer-Straße ist eine Lärmschutzwand geplant.
© StVw

In Sachen Lärmschutz hat sich für die Gaggenauer Bürger in den vergangenen fünf Jahren einiges verbessert. Dies wurde jüngst bei der Präsentation der Fortschreibung des Lärmaktionsplanes im Gemeinderat deutlich. Anhand des Lärmaktionsplans der Stadt Gaggenau vom Januar 2011 wurde die Lärmbelastung durch den Verkehr der B 462 berechnet. Grundlage war die Lärmkartierung der ersten Stufe (2007) mit mehr als 6 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Alle fünf Jahre müssen die Lärmaktionspläne nach einer EU-Richtlinie überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden. „An der verkehrlichen Situation auf der B 462 hat sich nichts geändert“, erklärte Volker Wickersheimer vom städtischen Tiefbauamt. Allerdings konnten in den letzten Jahren einige Maßnahmen umgesetzt werden.

Was wurde bereits umgesetzt?

Im Zeitraum 2012/2013 wurde die Lärmschutzwand in Hörden gestellt. Ende 2015 erfolgte der Lückenschluss der Lärmschutzwand Kolpingstraße. Im Bereich Ottenau wurde Ende 2016 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe ein lärmmindernder Asphalt eingebaut. Diese Maßnahme wurde ergänzt durch das Stellen von Betonleitwänden entlang der B 462. Diese Betonleitwände haben einen zusätzlichen lärmmindernden Effekt.

Welche Maßnahme ist in Planung?

Für den Bereich Konrad-Adenauer-Straße hat das Regierungspräsidium Karlsruhe mit ersten Planungen begonnen. So ist beidseits eine Lärmschutzwand geplant.

 

 

Der Lärmaktionsplan der Stadt Gaggenau vom Januar 2011 ist nun zu überprüfen. Grundlage der Überprüfung ist die Lärmkartierung der dritten Stufe (2017) mit mindestens 3 Millionen Fahrzeugen pro Jahr (entspricht ca. 8.200 Fahrzeuge/Tag). Auch in dieser Kartierung ist die B 462 die einzige maßgebliche Hauptverkehrsstraße. An der verkehrlichen Situation (Verkehrsbelastung) auf der B 462 hat sich seither nichts geändert. Auch sind entlang der Bundesstraße keine Wohngebiete hinzugekommen oder weggefallen, so dass in diesem Bereich keine bedeutsame Veränderung vorliegt. Vor kurzem bekam der Gemeinderat das Ergebnis der Überprüfung in Form eines Musterberichts zur Diskussion vorgelegt.

Dieser bezieht sich nur auf die in der Lärmkartierung aufgeführte B 462. Auch wenn sie in der dritten Lärmkartierung nicht zu berücksichtigen sind und für den Lärmaktionsplan nur die Messergebnisse des Landes maßgeblich sind, so informierte Volker Wickersheimer den Gemeinderat dennoch über weitere innerörtliche Straßen mit hohem Verkehrsanteil, wie beispielsweise die Schillerstraße (etwa 10.000 Fahrzeuge), Teile der Hauptstraße im Bereich Daimler (rund 10.000 Fahrzeuge) sowie die Murgtalstraße zwischen der Rotherma-Querspange und der Dr.-Isidor-Meyerhoff-Straße (etwa 9.500 Fahrzeuge).

Ebenfalls nicht berücksichtigt wurde die Lärmproblematik in der Gaggenauer Straße in Michelbach, da hier die Anzahl der Fahrzeuge pro Jahr weit unter dem Grenzwert von 3 Millionen liegt. Die Zahlen in diesen Bereichen wurden durch die Stadt/GEVAS ermittelt.

Bezüglich der L 613 Schillerstraße will die Stadt zu gegebener Zeit auf das Land zugehen, um zu klären, inwieweit hier künftig Aussicht auf die Förderung von Lärmschutzmaßnahmen besteht. Der betroffene Teil der Hauptstraße befindet sich im Bereich der Industrieflächen der Firma Daimler, wo es keine beziehungsweise nur in geringem Umfang betroffene Anwohner gibt.

Im Bereich der Rotherma-Querspange zwischen Kreuzung Murgtalstraße / Dr.-Isidor-Meyerhoff-Straße und dem ehemaligen Schwimmbad Bad Rotenfels sind im Zuge der Realisierung dieser Querspange alle Maßnahmen zum aktiven und passiven Lärmschutz bereits getätigt worden.

 

Der Lärmaktionsplan kann hier eingesehen werden.