Stadtwerke Gaggenau
Die Drohne im Anflug zum nächsten Strommast.
Quelle: Stadtwerke Gaggenau

Mit einem leisen Surren hebt die schuhkartongroße Drohne zu ihrem Arbeitseinsatz ab. „Wir fliegen mit der Drohne eine Freileitung ab“, erklärt Matthias Heck, Leiter der Abteilung Stromversorgung bei den Stadtwerken Gaggenau und weist auf die grünen und roten Positionslichter hin, die das Flugobjekt in der Luft gut sichtbar machen. Vom Stadtwerke-Mitarbeiter gesteuert, fliegt die Drohne Wartungspunkte an einem Strommast ab. Eine integrierte hochauflösende Kamera überträgt den Flug direkt auf einen Monitor auf der Fernsteuerung. Früher wurde jeder Mast einzeln mit einem Hubsteiger angefahren. Die Drohne schafft in einem Bruchteil der Zeit gleich mehrere Masten. „Ein enormer Zeitgewinn und eine Entlastung für die Mitarbeiter. Die so gewonnene Zeit kann effektiver für Wartungen und Reparaturen eingesetzt werden, dafür wurden in den letzten zwei Monaten zwei neue Mitarbeiter eingestellt.“, erläutert Heck. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit werden jährlich etwa 20 Kilometer des 120 Kilometer umfassenden Freileitungsnetzes von Mitarbeitern der Stadtwerke Gaggenau überprüft. Selbst mit einer Drohne in die Nähe einer Stromleitung zu fliegen, ist gefährlich und verboten. „Die betroffenen Leitungen werden vor einem Drohnenflug deshalb immer abgeschaltet“, erklärt Heck.