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Oberbürgermeister Christof Florus ehrte Artur Haitz, Rosalinde Balzer und Franz Kowaschik.
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„Ortsvorsteher sind etwas äußerst Wertvolles“, stellte Oberbürgermeister Christof Florus dankbar beim Neujahrsempfang fest. In diesen war die Ehrung von drei ausgeschiedenen Ortsvorstehern eingebettet. Sie seien vor Ort, vermitteln zwischen Stadt und Ortsteil und sorgen für ein lebendiges Miteinander in ihren Stadtteilen. „Wir Gemeinderat, Oberbürgermeister, Bürgermeister und Stadtverwaltung pflegen einen offenen und respektvollen Umgang miteinander, erklärte Florus bevor er sich bei Rosalinde Balzer, Artur Haitz und Franz Kowaschik mit einem Präsent bedankte.

Danke an Rosaline Balzer, Oberweier

Mit ihrem 20-jährigen Wirken als Ortsvorsteherin werde Rosalinde Balzer in die Geschichte der Stadt eingehen, sprach Florus von einer wahren Mammutleistung und einer politischen Lebensleistung an der Spitze ihres Ortes. Die Jubiläumsfeierlichkeiten zählten 2002 zu den Höhepunkten ihrer Amtszeit, zumal damals so richtig deutlich wurde, was in dem Ortsteil Oberweier so alles steckt. Ebenso ein Höhepunkt war der Dorfhock anlässlich 750 Jahre urkundliche Ersterwähnung von Niederweier im Jahre 2006.

„Ein gerütteltes Maß dessen, was Oberweier mit Niederweier heute so ausmacht, hat Ortsvorsteherin Balzer tatkräftig, unermüdlich und fleißig beigesteuert“, stellte Florus fest, dass sie sich für ihren Ortsteil verkämpft habe. In ihre Amtszeit fallen so wichtige Wegmarken Oberweiers wie der Bau und die Übergabe der Festplatzüberdachung, die sich in fast 20 Jahren zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt entwickelt hat. Auch die bauliche Entwicklung lag ihr am Herzen. So erfolgte 2004 der Spatenstich 2004 im Baugebiet Pfarrgarten. 2017 wurde das neu erschlossene Baugebiet „Im Eck“ übergeben. Die Einführung der Verlässlichen Grundschule, der Wechsel des katholischen Kindergartens in städtische Trägerschaft, die Sanierungen von Eichelberghalle und Grundschule fiel ebenfalls in ihre Amtszeit wie die Verlegung von Glasfaserleitungen.

Die Deponie wandelte sich zu einer modernen Entsorgungsanlage. Rosalinde Balzer habe immer den direkten Draht zu den örtlichen Vereinen gehabt und sie nach Kräften gefördert, unterstützt und ins kommunale Geschehen miteingebunden. Beispielhaft sei auch ihr Einsatz für die ehrenamtliche Betreuung von Flüchtlingen gewesen. „Überhaupt ist ihr Einsatz für die Schwachen und Ausgegrenzten sowie für Menschen mit Behinderung mustergültig, man denke nur an ihr Engagement auf dem Gebiet der Inklusion, das sie mit der ganzen Macht ihres Wortes auszufechten weiß“, lobte Florus. Ganz geht der Stadt und dem Ort der Erfahrungsschatz von Rosalinde Balzer nicht verloren: Sie ist weiterhin Mitglied des Ortschaftsrats (seit 25 Jahren) von Oberweier und des Gemeinderats (seit 20 Jahren) von Gaggenau.

Danke an Artur Haitz, Sulzbach

Eine Ehrung für sein Engagement als Ortsvorsteher erfuhr auch Artur Haitz aus Sulzbach. Der ehemalige Ingenieur und Lehrer, sei durch seine immer besonnene, sachliche und wohlüberlegte Vorgehensweise aufgefallen und sehr beliebt und erfahren gewesen. Fast 40 Jahre übernahm er kommunalpolitische Verantwortung, als Ortschaftsrat, als Ortsvorsteher (15 Jahre) und als Gemeinderat (fünf Jahre). „Das ist eine beeindruckende, äußerst respektable Bilanz“, dankte Florus ihm für seine segensreiche und nachhaltige Tätigkeit für Sulzbach. Florus erinnerte an seine Bemühungen um geschwindigkeitsbeschränkende Maßnahmen für mehr Sicherheit im Ort oder auch an die Erschließung des Neubaugebiets „Wiesele/Im Feld“.  Auch die Geburtsstunde des örtlichen Freibads in Vereinsträgerschaft sowie die gelungene Erweiterung des Spielplatzes fallen in seine Amtszeit. Weiter erinnerte Florus an die Neugestaltung des Schulhofs, an die Erneuerungen im Bereich der Bernsteinschule sowie die Verbesserung der Breitbandversorgung und der Mobilfunkversorgung. Ein Bauwagen für die Jugendlichen des Dorfes stand ebenso auf seiner Agenda wie Arbeiten beim Vereinsheim und am Rathaus, die Pflege der Feldwege, Wassergräben und Böschungen sowie die Pflege der Friedhöfe und innerörtlichen städtischen Grundstücke oder die Neuverdolung des Sulzbachs im hinteren Bereich der Dorfstraße und die Sanierung des Abwasser-Kanalsystems sowie der Dorfstraße in drei Teilbereichen. Bei der Betreuung und Integration von Flüchtlingen spielte Sulzbach eine wichtige Rolle, stellte Florus fest.

Bei „Gaggenau räumt auf“ war der Ortsteil von Anfang an bei allen Aktionen rege beteiligt. Besonders am Herzen lag ihm stets der Dorfverschönerungswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Der Erfolg gab ihm recht: So errang Sulzbach einen Sonderpreis auf Bezirksebene für „Vorbildliche Pflege der Landschaft“ und eine Silbermedaille auf Landesebene als Anerkennung der breiten ehrenamtlichen Arbeit im Dorf. 

Die Krönung bildete das Jubiläumsfest „775 Jahre Sulzbach“. Haitz sei aber auch profunder Kenner der Ortsgeschichte von Sulzbach und Musiker, der heute noch mit fester Stimme und tollem Orgelspiel in der Kirche zu begeistern weiß.

Danke an Franz Kowaschik, Michelbach

Zwei Amtszeiten und damit zehn Jahre wirkte Franz Kowaschik als Ortsvorsteher in Michelbach. Der Revierförster habe in den vergangenen zehn Jahren ein denkbar breites und weites Feld bearbeitet, wies Florus auf erfolgreiche Aktionen wie „Gaggenau räumt auf“ (heute: „Unser Tag für Michelbach“) hin.

Zu tun gab es immer viel, und Franz Kowaschik war immer an der Spitze der Aktiven zu finden, wenn es darum ging, das Ortsbild des Fachwerkdorfs auf Vordermann zu bringen, schön und sauber zu machen, wozu auch die zahlreichen Patenschaften für Grünanlagen und Blumen gehören.

Ebenso machte er sich immer für eine Versorgung Michelbachs mit schnellem Internet stark, wobei er hier mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken an einem Strang zog, so dass heute für Michelbach Vollzug gemeldet werden kann, denn Funkmasten sind gesetzt und Glasfaserkabel verlegt, so dass schnelles Internet möglich und vorhanden ist. Auch die Erfolgsgeschichte „Michelbacher Dorffest“ hat er weiter mitgeschrieben, so dass das Fest nach wie vor vielen Gästen bleibende und schöne Erinnerungen beschert. Bedeutsam für Michelbach ist zudem die Erschließung des Baugebiets „Hofstätte/Mühlfeld“, das junge Familien ins Dorf bringen soll und damit die Infrastruktur mit Kindergarten und Grundschule sichern und erhalten soll.

Durch das Projekt „Zukunft Michelbach 2020“, wurden einige Ideen Wirklichkeit: So wurde das Mühlrad beim Rathaus komplett erneuert, ein Bücherschrank bei der Rathaustreppe aufgestellt und die Ausstattung des Gumbe verbessert. Mehr Lebensqualität für den Ort bringen aber auch die Maßnahmen auf dem Gebiet der Geschwindigkeitsreduzierung sowie die aktuelle Sanierung der Karl-Stricker-Straße.

Franz Kowaschik habe nie große Worte gemacht, „sondern in seiner ruhigen, überlegten, sachorientierten Art und Vorgehensweise durchweg und wirkungsvoll Taten sprechen lassen“, bilanzierte Florus. Froh sei er, dass Kowaschik weiterhin dem Ortschaftsrat angehört und so der Ort weiter von seinem Erfahrungsschatz profitiere.