An der Murg brütet derzeit ein Höckerschwan-Paar.
An der Murg brütet derzeit ein Höckerschwan-Paar.
© StVw

Einen wenig idealen Brutplatz hat sich ein Schwanenpaar ausgesucht. Die zwei Höckerschwäne haben sich am Murgufer zwischen Glasersteg und dem Gebiet „An der Hammerschmiede“ ein Nest für ihren Nachwuchs gebaut. Um die junge Schwanenfamilie zu schützen, aber auch die Passanten, hat die Stadtverwaltung nun einen Absperrzaun errichtet.

„In der Brutzeit sind Schwäne sehr aggressiv, sie zischen, beißen und schlagen mit den Flügeln“, warnt Elke Henschel, Leiterin der Umweltabteilung davor, sich dem Schwanenpaar zu nähern. Das Männchen bleibt während des Brutgeschehens in unmittelbarer Nähe, um sofort eingreifen zu können, wenn es einen „Feind“ wittert. Das können Menschen, Hunde, Füchse oder andere „Rivalen“ sein. „Der Zaun ist deshalb ein Schutz für beide Seiten“, erklärt Henschel. Nach Angaben von Anwohnern wurden die Eier am Montag, 8. April, gelegt. Insgesamt sind es sieben Stück. Die Jungvögel schlüpfen in der Regel nach 40 Tagen, so dass Mitte Mai Nachwuchs bei den beiden Höckerschwänen zu erwarten ist. Schon in den vergangenen Jahren war das Liebespaar aktiv. Allerdings hatten sie dort für ihre Nester aus Pflanzenresten bessere Standorte ausgewählt. Dieses Mal sind sie sehr nahe an der Murg und am Wehr, so dass bei einem eventuellen Hochwasser vermutlich Handlungsbedarf besteht.

„Wir sind alle darauf vorbereitet“, berichtet Henschel von Gesprächen mit dem Naturschutzwart des Landkreises Rastatt, Pierre Fingermann. Mit ihm arbeitet die Verwaltung eng zusammen. Im Falle von Hochwasser, wird es eine Art schwimmende aber gesicherte Brutstelle geben. Die präsente Lage am Radweg verleitet zudem viele Besucher zum Anhalten und Beobachten der Tiere. Die Stadtverwaltung weist vorsichtshalber darauf hin, dass die Tiere nicht gefüttert werden sollen. Brot schadet den Tieren. Die Schwäne ernähren sich von Wasserpflanzen.