Stadtwerke Gaggenau
Über neun Tonnen wiegt die Station, die über dem Kleintierzuchtgelände in Ottenau schwebt.
© Stadtwerke Gaggenau

Mit schwerem Gerät wurde am vergangenen Freitag eine neue Station für die Glasfaserversorgung im Murgtal an ihre Position gebracht. Beengte Verhältnisse in der eigentlich für die Stromversorgung ausgelegten Trafostation vor Ort machen den Anbau nötig. Denn immer mehr Kunden im Netz der Stadtwerke Gaggenau erkennen die Vorteile des schnellen Internets und machen davon Gebrauch. Mit dem neuen Anbau haben die Stadtwerke aber nicht nur Vorkehrungen für das Netz in Gaggenau selbst getroffen, auch der Ausbau des schnellen Internets im Murgtal kann hiervon partizipieren. Denn immer mehr Glasfaserleitungen werden durch das Murgtal gebaut, weiß Uwe Dittrich, Leiter Telekommunikation bei den Stadtwerken Gaggenau zu berichten. Dies sei eigentlich nicht unbedingt nötig, denn schon seit dem Jahr 2000 bauen die Stadtwerke Gaggenau an ihrem Glasfasernetz, das inzwischen 110 Kilometer von Rastatt über Kuppenheim, Bischweier bis Gernsbach und von Muggensturm über Gaggenau bis Ebersteinburg umfasst. Da der Netzausbau aber nicht geregelt wird, legen viele Anbieter eigene Leitungen, bedauern die Stadtwerke und verweisen darauf, dass sie ihr Glasfasernetz allen potentiellen Akteuren zur Verfügung stellen.

In den nächsten Wochen werden dann die Leitungen der Stadtwerke von ihrem bisherigen Anschlusspunkt in das neue Gebäude umziehen - eine Arbeit unter enormen Zeitdruck. „Dafür gibt es extra abgestimmte Wartungsfenster in der Nacht, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, denn für den Umzug müssen die Kabel getrennt werden. Ein Ausfall der Internetversorgung sei nicht zu befürchten. „Wir haben immer mehrere Ersatzleitungen“, beruhigt Dittrich und verweist darauf, dass die Mitarbeiter der Stadtwerke Gaggenau schon mehrere solche Umzüge durchgeführt haben.