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Wohin soll die Reise gehen - was ist zu beachten?
Wohin soll die Reise gehen - was ist zu beachten?
© Stvw.

31.07.2020

Heute beginnen die Sommerferien – viele packen in den nächsten Tagen und Wochen ihre Koffer, um ein bisschen zu entspannen oder auch die Familie im Ausland zu besuchen. In Zeiten von Corona gehört zur Reisevorbereitung vor allem dazu, sich über die Corona-Bestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes zu erkundigen und vor allem auch sich zu informieren, welche Regelungen bei der Rückkehr gelten. Denn wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich für zwei Wochen in Quarantäne begeben und nach den neusten Planungen des Bundesgesundheitsministers sich auch einem Test unterziehen. Die Stadt Gaggenau weist ausdrücklich alle Bürger daraufhin, dass sich jeder, der aus einem Risikogebiet nach Gaggenau zurückkommt beim Bürgerbüro der Stadt melden muss. Verstöße dagegen werden mit Bußgeldern geahndet. Ebenso können Bußgelder verhängt werden, wenn sich die Reiserückkehrer nicht an die Quarantäne halten und sich außerhalb von ihrer Wohnung aufhalten oder Besuch empfangen. Beim Auftreten von Krankheitssymptomen muss das Gesundheitsamt Rastatt informiert werden.

Zu Ausnahmeregelungen gibt das Bürgerbüro Auskunft. Oberbürgermeister Christof Florus appelliert an alle Gaggenauer, sich an die Regeln zu halten, um die übrigen Mitbürger zu schützen. Erst vor kurzem haben sich Gaggenauer Bürger in Serbien infiziert und hatten Corona quasi im Reisegepäck.

Aktuell steigen in vielen Ländern die Infektionszahlen deutlich. Um zu verhindern, dass Reiserückkehrer das Virus nach Deutschland einschleppen und sich neue Infektionsherde bilden, sollen Rückkehrer aus sogenannten Risikogebieten deshalb künftig verpflichtet werden, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Mit einer entsprechenden Anordnung des Bundes wird in den nächsten Tagen gerechnet.  

Welches Land als Risikogebiet gilt, wird vom Gesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Innenministerium festgelegt. Das Robert-Koch-Institut listet die Gebiete auf seiner Webseite auf. Derzeit gilt eine Reisewarnung für rund 140 Länder; die meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gehören nicht zu den offiziellen Risikogebieten. Ausnahmen gelten auch für in Schengen assoziierte Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) sowie für das Vereinigte Königreich, Andorra, Monaco, San Marino und den Vatikanstaat.

Allerdings kann ein Land auch schnell wieder als Risikogebiet eingestuft werden. Angesichts der steigenden Fallzahlen und Hotspots in manchen Regionen hat das Auswärtige Amt zuletzt neue Reisewarnungen oder -hinweise verhängt. So zum Beispiel für Luxemburg. Zu Risikogebieten zählen unter anderem auch Serbien, Russland, Weißrussland, die Ukraine, Armenien, Georgien, Aserbaidschan, Montenegro, Albanien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, die Republik Moldau sowie die Türkei. Die Reisewarnung gilt vorerst bis einschließlich 31. August 2020.

Deshalb gilt, sich vor, während und nach dem Urlaub über Einstufungen des Urlaubsortes zu informieren. Die Verantwortung eines jeden Bürgers ist hierbei gefordert.

 

Weitere Infos

Ortspolizeibehörde Gaggenau:
Tel. 962-614 oder per Mail an buergerbuero@gaggenau.de

Land Baden-Württemberg:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/verordnung-fuer-ein-und-rueckreisende/

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/

Liste der Risikogebiete:
https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/verordnungen/risikogebiete/