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Die App "WER" bietet eine Übersicht der Wahlergebnisse.
Die App "WER" bietet eine Übersicht der Wahlergebnisse.
© StVw

Wahlbezirk Michelbach im Blick

Besonders im Blickpunkt ist in diesem Jahr der Wahlbezirk 71 in Michelbach. Dort werden für die Europawahl nicht nur Befragungen durchgeführt, sondern auch eine wahlstatistische Auszählung vorgenommen. Für die Wahlstatistik des Bundes werden die Stimmzettel insgesamt in zwölf Gruppen nach Geschlecht und Geburtsjahrgang ausgewertet. Die Wähler erhalten hierfür eigene Stimmzettel. Ebenso ist am Wahlsonntag ein Team der Forschungsgruppe Wahlen vor Ort, um die Wählerinnen und Wähler nach der Wahl zu befragen. Dies dient den statistischen Hochrechnungen des ZDF während des Wahlsonntages.

                                                                       

Wunsch-Gremium durch Kumulieren und Panaschieren

Bei der Wahl der Volksvertreter für Kreistag, Gemeinderat oder gegebenenfalls noch Ortschaftsrat hat der Wähler quasi die „Qual der Wahl“ und kann unter einer Vielzahl von Kandidaten verschiedener Parteien und Gruppierungen auswählen. Damit kann sich der Wähler sein „Wunsch-Gremium“ zusammenstellen. 

Dank dem Verhältniswahlrecht ist es möglich, einem Kandidaten bis zu drei Stimmen zu geben oder auch nur eine Stimme. Dieses Anhäufen von bis zu drei Stimmen wird als Kumulieren bezeichnet. 26 Stimmen können bei der Wahl des Gemeinderates verteilt werden. Zur Wahl stehen 115 Kandidaten. Beim Kreistag können bis zu sieben Stimmen verteilt werden und bei den Ortschaftsräten mit Ausnahme von Freiolsheim (nur acht) insgesamt jeweils zehn Stimmen. 

Nur die aufgeführten Kandidaten  können nach dem Verhältniswahlrecht auch gewählt werden. Andere Namen können nicht in die Stimmzettel eingetragen werden. Dafür ist es aber möglich, nur den Stimmzettel einer Partei zu verwenden und die Wunsch-Kandidaten anderer Parteien/Gruppierungen auf diesem einzutragen. Dies wird unter dem Stichwort „Panaschieren“  verstanden. Wichtig ist nur, dass der Wähler nicht mehr Stimmen verteilt als er hat.

 

Zur EU-Wahl

Rund 400 Millionen Wahlberechtigte sind in den 28 EU-Mitgliedsländern aufgerufen, das inzwischen neunte Europaparlament zu wählen. In Deutschland sind nach Angaben des Bundeswahlleiters 64,8 Millionen Bürger wahlberechtigt (3,9 Millionen Unionsbürgerinnen und -bürger und 60,8 Millionen Deutsche). Rund 5 Millionen davon sind Erstwähler. Jeder Wähler hat eine Stimme und darf folglich auch nur ein Kreuz auf den Stimmzettel setzen. Mit dieser einen Stimme wählt man eine Partei oder eine politische Vereinigung. Man wählt keine Kandidaten, sondern eine sogenannte Wahlliste, die vorher von den Parteien auf Parteitagen festgelegt wurde. Auch wenn der Stimmzettel sehr lang ist und schwierig in den Umschlag zu stecken ist, darf er nicht abgeschnitten werden. Abgeschnittene Stimmzettel sind ungültig.

 

Wahlberechtigung oder Stimmzettel verloren?

Wer seine Wahlbenachrichtigung verlegt oder verloren hat, kann trotzdem an der Wahl teilnehmen. Voraussetzung dafür ist aber, dass man im Wählerverzeichnis seines Wahlbezirks eingetragen ist. In diesem Fall Personalausweis oder Reisepass zum Wahllokal mitbringen. Auch wer Stimmzettel für die Kommunalwahlen verloren hat, kann zur Wahl gehen und erhält im Wahllokal neue Stimmzettel.


Wie, wann und wo wird gewählt?

Die Wahllokale sind am 26. Mai 2019 von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wo sich das richtige Wahllokal befindet, kann der Wahlbenachrichtigung entnommen werden. Insgesamt gibt es 21 Wahlbezirke. In den Wahllokalen erhalten die Wählerinnen und Wähler farblich passende Umschläge für die Kommunalwahlen sowie den Stimmzettel für die Europawahl. Wichtig ist, die Stimmzettel für die Kommunalwahl und die Wahlbenachrichtigung mitzubringen.

 

Was wird wann ausgezählt?

Am Sonntag um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Danach wird gleich die Europawahl ausgezählt. Am Montagmorgen werden zunächst der Gemeinderat, dann der Kreistag, und abschließend der Ortschaftsrat ausgewertet. Die Auszählung ist öffentlich. Die Wahlergebnisse  können im Bürgersaal des Rathauses mitverfolgt werden. Zudem können die Ergebnisse über die landesweite Ergebnis-App „WER“ (WahlErgebnisReport) abgerufen werden. Diese kann in den Stores von Google und Apple heruntergeladen werden. Dann einfach den Ort Gaggenau eingeben und mehr erfahren. Ebenso werden die Ergebnisse auf der städtischen Homepage www.gaggenau.de veröffentlicht.

 

Rathaus und Zulassungsstelle am 27. Mai geschlossen

Nahezu alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung zählen am Montag die Kommunalwahl aus, so dass kein Dienstbetrieb möglich ist. Auch die Zulassungsstelle hat geschlossen.

 

Die Wahl in Zahlen:

Wahlberechtigte insgesamt: 23.750
Erstwähler: 1.290
EU-Bürger: 2.360
Briefwähler: 3.600
Kandidaten für Gemeinderat: 115
Zahl der Wahllokale: 21 und 5 Briefwahlbezirke
Wahlhelfer: 250