Segnung der neuen Grab- und Erinnerungsstätte für Sternenkinder
Segnung der neuen Grab- und Erinnerungsstätte für Sternenkinder
Quelle: StVw

Es gehört zum Schlimmsten, was passieren kann, wenn das eigene Kind stirbt. Auch wenn das Kind noch nicht geboren ist, ist der Verlust schwer zu verkraften. Auf dem Gaggenauer Waldfriedhof gibt es jetzt einen Platz, an dem Eltern um ihre tot geborenen Kinder mit einem Gewicht unter 500 Gramm, die so genannten „Sternenkinder“, trauern können.

Die Grab- und Erinnerungsstätte entstand auf Initiative von Verena Wunsch. Über sieben Jahre habe sie dafür gekämpft, daher sei heute ein ganz besonderer Tag für sie, berichtete die Hebamme mit über 30-jähriger Erfahrung in ihrer kurzen Ansprache. „Es ist ein ganz besonderer und würdevoller Platz geworden, an dem die Eltern in Besinnung gehen und sich ihren Kindern nahe fühlen können“, betonte auch Oberbürgermeister Christof Florus und dankte allen Beteiligten, die dafür gesorgt haben, dass die Idee in die Praxis umgesetzt werden konnte. So wurde die Grabfläche durch die Gärtnerei Albert Kamm gärtnerisch gestaltet und angelegt. Der aus drei Granitstelen bestehende Grabstein mit bunten, kindlichen Mosaiken in Form von Sternen und eines Regenbogens entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Claudia Dieringer, der Bilderhauerei Kurz sowie der städtischen Umweltabteilung.

„Diese Grab- und Erinnerungsstätte soll für Eltern von Sternenkindern zu einem tröstenden Ort werden, an dem sie ihre Gedanken schweifen lassen und die Erinnerungen zulassen können und dürfen“, sagte die evangelische Pfarrerin Annette Stepputat, die gemeinsam mit Diakon Matthias Richtzenhain nach einer kurzen Ansprache und einem Gebet das neue Grabfeld für die still geborenen Kinder einweihte und den kirchlichen Segen spendete.

 

Die Stadt Gaggenau stellt betroffenen Eltern die Fläche des neuen Sternengrabfelds zur Bestattung ihres ungeborenen Kindes kostenlos zur Verfügung und übernimmt anschließend auch die Pflege.