11.9.26
Es war einer der größten und vor allem auch längsten Stromausfälle, den Gaggenau in den letzten Jahren hatte. Umso dankbarer sind Stadt und Stadtwerke den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern.
„Diese haben wirklich viel Geduld und Verständnis bewiesen. Dafür sind wir sehr, sehr dankbar“, erklärt Oberbürgermeister Michael Pfeiffer. Über 34 Stunden auf Strom zu verzichten, sei eine Herausforderung. Der Stadt war es deshalb wichtig, Unterstützung und Hilfen anzubieten. „Dies war nur möglich durch den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Gaggenau, des DRK und des THW.“
Rund 190 Helferinnen und Helfer waren am Dienstag und Mittwoch im Einsatz. Bereits am Dienstag wurden in den Feuerwehrgerätehäusern in Oberweier und Bad Rotenfels Anlaufstellen eingerichtet, an die sich Bürger im Notfall wenden konnten. Denn auch die Notrufe 112 und 110 waren teilweise ausgefallen. Für die Feuerwehrkameraden war es das erste Mal, dass sie diesen Service in der Form angeboten haben. „Das hat sehr gut funktioniert“, bilanziert Feuerwehrkommandant Nicolas Faber. Geplant waren die Notfallpunkte ohnehin bereits für Lagen wie diese. So war die Feuerwehr auch bereits vorbereitet.
Nachdem sich am Dienstagabend ein längerer erneuter Ausfall der Stromversorgung abzeichnete, wurde spontan mit Unterstützung des DRK eine Notunterkunft in Bad Rotenfels eingerichtet. Dort standen Betten bereit und warmes Essen. Auch wenn es vermutlich aufgrund der Entfernung zu Oberweier und der vorgerückten Stunde nicht mehr angenommen wurde, so war es aus Sicht von Eileen Schenk, neue Notfall- und Krisenmanagerin der Stadt Gaggenau, dennoch wichtig, dieses Angebot zu machen. „Wir wollten für die Bevölkerung da sein und Unterstützung anbieten“, betont sie und zählt beispielhaft auf: „Wasser für Babynahrung erwärmen“, Handy laden oder auch da sein für Menschen, die die Dunkelheit in der eigenen Wohnung ängstigt.
Dass das Angebot gebraucht wurde, zeigte sich am Mittwoch: Da wurde – nachdem sich ein längerer Ausfall abzeichnete – eine Notunterkunft in der Eichelberghalle eingerichtet. Rund 300 Bürger kamen am Mittwochmittag dort vorbei, um sich nach dem aktuellen Stand zu erkundigen oder auch um ihr Handy aufzuladen. Auch die Duschen der Halle wurden dankbar genutzt. Rund 250 Personen freuten sich über die angebotene warme Mahlzeit. Das Technische Hilfswerk THW hatte mit 26 Personen dafür gesorgt, dass die Eichelberghalle mit Strom versorgt wurde. Das DRK übernahm die Betreuung und sorgte für das Essen. Zudem war ein Team der Notfallseelsorge Rastatt-Baden-Baden vor Ort.
„Das Zusammenspiel zwischen den Rettungsorganisationen und der Stadt sowie den Stadtwerken hat sehr gut funktioniert“, bilanzierte der Oberbürgermeister. Die rund zwei Dutzend Mitarbeiter der Stadtwerke hätten ebenfalls eindrucksvolle Arbeit geleistet. Unterstützung erhielten sie zusätzlich durch Kollegen der Stadtwerke Baden-Baden und Rastatt.
Informationen zur der Ursache des Stromausfalls finden Sie hier. Stadtwerke Gaggenau - Stromversorgung in Gaggenau wiederhergestellt
