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Der Adventsmarkt bietet auch ein vielseitiges Speisen- und Getränkeangebot.
Einen Adventsmarkt mit geselligem Beieinander und mit Glühwein wird es in diesem Jahr nicht geben.
© Andrea Fabry

13.11.2021

Eigentlich sollte in diesem Jahr in Gaggenau wieder ein Adventsmarkt stattfinden, nachdem er im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Epidemie abgesagt werden musste. Am Freitag teilte die Stadt Gaggenau jedoch mit, dass die aktuelle Corona-Situation dazu führte, dass sich der Corona-Krisenstab des Rathauses zu einer Teilabsage des Adventsmarktes durchgerungen hat. „Die Entscheidung ist uns absolut nicht leichtgefallen. Sie schmerzt auf der einen Seite, auf der anderen Seite ist eine Durchführung wie geplant nicht zu verantworten“, meint Oberbürgermeister Christof Florus.

Bei den derzeit fast schon explodierenden Corona-Zahlen könne nicht mit gutem Gewissen zu Veranstaltungen eingeladen werden, bei denen Alkohol ausgeschenkt wird und die Menschen länger beieinanderstehen, um Kulinarisches und Kulturelles zu genießen. Aus diesem Grund hat sich die Stadt entschlossen, den Adventsmarkt abzuspecken. Die Hütten auf dem Sandplatz, die bereits errichtet wurden, bleiben bestehen. Hier bieten Kunsthandwerker und Privatpersonen wie geplant eine bunte Palette an Dekorationsartikeln, Selbstgemachtem und Weihnachtgeschenkideen an. Verzichtet wird auf das Budendorf auf dem Marktplatz. Dort wollte die Stadt eigentlich einen abgegrenzten Bereich schaffen, zu dem je nach Corona-Stufe Personen mit 3G oder 2G Zutritt gehabt hätten. Sie hätten dort ein abwechslungsreiches Essens- und Getränkeangebot vorgefunden. Zudem wäre in diesem abgegrenzten Bereich auch die Bühne gestanden. Unterhaltsamen gemütlichen Abenden mit Freunden und Glühwein wäre so nichts entgegengestanden.

„Wir wissen, dass sich viele schon darauf gefreut haben, wieder etwas Normalität zurückzubekommen. Aber die Realität hat derzeit leider wenig mit der bekannten Vor-Corona-Normalität zu tun“, meint Florus. Enges Zusammensein widerspreche allen anderen geltenden Corona-Vorgaben. Gerade auch mit Blick auf die Familien, deren Kinder in den letzten eineinhalb Jahren vieles abverlangt wurde, sei auch nicht zu vermitteln, warum es einerseits strenge Regeln zur Eindämmung der Pandemie gibt und andererseits dann Veranstaltungen dieser Art. Einfach habe man sich die Entscheidung im Rathaus definitiv nicht gemacht, betont Pressesprecherin Judith Feuerer, dass die Verantwortlichen im Rathaus sehr sorgfältig die Für und Wider abgewogen haben.

Sicher sei aber auch, dass der „kleine Adventsmarkt“ noch durch einzelne Imbissangebote in der Innenstadt ergänzt werden soll und in der Stadt weihnachtliches Flair herrschen wird.