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Auf dem Spielplatz Mittlerer Rain in Ottenau wird das Thema Streuobst liebevoll umgesetzt.
© Stadt Gaggenau

01.05.24

Emsiges Treiben herrscht derzeit im Wohngebiet Mittlerer Rain in Ottenau: Der alte Spielplatz wurde abgerissen, ein neuer Ort zum Spielen, Klettern und Toben entsteht. Das Motto ist leicht abzulesen an roten Äpfeln und grünen Birnen, die überall an und zwischen den naturbelassenen Robinienholz-Spielgeräten zu erkennen sind. 

„Wir haben hier das Thema Streuobst thematisiert“, erklärt Thorsten Notheis, in der Abteilung Umwelt zuständig für die Spielplätze der Stadt. „Die Streuobstwiesen prägen schließlich unsere Landschaft.“ Entsprechend werden, wenn der Spielplatz fertig ist, auch Apfel- und Birnbäume gepflanzt.

 

Mit Liebe zum Detail

Kinder und ihre Eltern können sich auf einen mit viel Liebe zum Detail geplanten Kletterparcours und Spiral-Obst zum Wippen für die Kleinsten freuen. Diese steigen nämlich auf Apfelschnitze, wenn sie hin- und herschaukeln wollen. Ein angebissener, überdimensionierter Apfel dient den Erwachsenen später als Sitz. Der Tunnel, der aus dem Kletterhäuschen führt, mutet wie ein Wurm an, auch die Netzröhre könnte eine nachempfundene Made sein. Das hauptsächlich verbaute Material ist diesmal naturbelassenes Robinienholz, das aus unterschiedlichen europäischen Gegenden kommt, zum Teil sogar in Gaggenau geschlagen wurde. Um der Spreiselgefahr entgegenzuwirken, wurde es geschält, entsplintet und sorgfältig abgeschliffen. „Der helle Naturton dunkelt mit der Zeit noch nach und wird silbrig-grau“, erläutert Thorsten Notheis. Eingefasst wird der Spielplatz mit Zierjohannisbeersträuchern.  

Der Untergrund wird aus Sand bestehen. Anfang Mai wird das Material mit Silowagen auf den Spielplatz, der aus mehreren Ebenen besteht, geblasen. Die Spielgeräte sind so konzipiert, dass bei Bedarf auch größere Fahrzeuge auf den Spielplatz fahren können, etwa, wenn Wartungsarbeiten vorgenommen werden müssen.

 

Zunächst spenden Ahornbäume Schatten

An die Beschattung des Spielplatzes ist gedacht: Solange die jungen Bäume noch wachsen und ihr Schatten noch nicht weit genug reicht, werden an der Straße entlang drei etwa sieben Meter hohe Ahornbäume in Kübeln an den Spielplatz gestellt. „Der Kleinkinderbereich hat noch viel natürlichen Schatten“, betont Thorsten Notheis. 

Bis der Spielplatz Mittlerer Rain benutzt werden kann, dauert es noch ein paar Wochen. Derzeit werden die letzten Löcher aufgefüllt, Anfang Mai kommt der Sand, und dann muss der Rasen noch anwachsen. Spätestens Anfang Juni soll der Spielplatz eröffnet werden.