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Ab Montag, 27. April, ist in Baden-Württemberg „Maskenpflicht“. Gemeint ist damit, dass alle Personen ab dem sechsten Lebensjahr einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, um ihre Mitmenschen zu schützen. Pflicht ist das Tragen eines solchen Schutzes im öffentlichen Personennahverkehr, an Bahn- und Bussteigen und in den Verkaufsräumen von Ladengeschäften sowie in Einkaufszentren. Da medizinische Masken noch immer Mangelware sind, sollten diese weiterhin dem Personal im Gesundheitswesen vorbehalten werden. Es reicht aus, wenn Bürger eine nicht-medizinische Maske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das können selbst genähte Masken, Tücher oder auch Schals sein, ebenso zulässig sind Schutzvisiere, wie sie derzeit von vielen mit 3D-Druckern hergestellt werden. Eine Ausnahme gibt es für Menschen, die aus medizinischen Gründen keinen Schutz tragen können oder bei Personen, die einen anderen gleichwertigen baulichen Schutz haben. Dies betrifft beispielsweise Zugführer oder Busfahrer, die durch eine eigene Kabine geschützt sind oder Kassiererinnen, die hinter Spuckschutzwänden arbeiten. Ansonsten müssen Käufer wie Verkäufer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Seit Bekanntwerden der „Maskenpflicht“ gehen bei der Stadt Gaggenau zahlreiche Anfragen ein, wo solche Masken besorgt werden können. Hierzu finden Sie hier ein PDF-Dokument, das kontinuierlich erweitert wird. Aktuell sind Masken insbesondere in Apotheken, Sanitätshäusern sowie bei einigen Textilgeschäften erhältlich.

Zudem gibt es viele Ehrenamtliche, die für andere nähen und ihre Masken verkaufen. Darunter auch die Gaggenauerin Monika Sandig, die bereits über Facebook zum Nähen aufgerufen und eine ehrenamtliche Nähinitiative gestartet hat. Im Unverpackt-Laden Landseehof sowie im Geschäft „trallalü“ befinden sich Stoffsammelstellen. Dort kann Atmung durchlassender kochfester Baumwollstoff (z.B. Windeln, T-Shirts) abgegeben oder zum ehrenamtlichen Nähen geholt werden. Wer seine selbstgenähten Masken gerne spenden möchte, kann diese in eine Tüte packen und mit der Anzahl der darin befindlichen Mundschutze beschriften. Die Tüten werden im Rathaus (Eingangsbereich) gesammelt und über die Stadt an interessierte Betriebe, Dienstleister (z.B. Physiotherapeuten), Pflegedienste oder Hilfsorganisationen weitervermittelt. Diese können direkt ihren Bedarf bei der Stadt Gaggenau per Mail unter gesellschaft-familie@gaggenau.de oder per Telefon, 07225 962-527 oder -509 anmelden. 

Zudem finden sich im Internet hilfreiche Links zu Anleitungen wie Masken selbst hergestellt oder genäht werden können. So hat die Stadt Essen beispielsweise eine Nähanleitung für einen waschbaren Behelfs-Mund-Nasen-Schutz entwickelt, worin die einzelnen Schritte Bild für Bild erklärt werden. Zudem nehmen sich diesem Thema derzeit viele Blogger und Kreativen an und zeigen Möglichkeiten auf, wie Schutzmasken auch ohne zu nähen gebastelt werden können. Zurückgegriffen wird hierbei wird auf die verschiedensten Materialien, wie alte T-Shirts oder Küchenkrepp. Darüber hinaus bietet die Initiative #maskeauf dem Thema eine eigene Plattform und fasst konkrete Informationen zusammen. Darunter werden vielfältige Ideen vorgestellt, wie jeder aus einfachen Mitteln einen Behelfsschutz schaffen kann. Generell lohnt es sich auch einen Blick auf YouTube zu werfen, da dort zahlreiche Anleitungen verständlich und als Video nachgeschaut werden können. Hier bietet außerdem der NDR Einblicke in seine Kostümabteilung und zeigt anschaulich, wie Behelfsmasken genäht werden können.

Die Stadt Gaggenau weist ausdrücklich davon hin, dass das Nichttragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln ab dem 4. Mai mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Zudem müssen in Gaggenau auch in öffentlichen Einrichtungen wie dem Rathaus oder der Stadtbibliothek solche Behelfsmasken getragen werden.