Aktuelles
Das Foto zeigt zwei Wahlhelferinnen beim Auszählen der Wahlscheine aus der Urne 2026
Nach Schließung der Wahllokale wird öffentlich ausgezählt.
© Stadt Gaggenau

27.2.26

Die Landtagswahl rückt näher. Im Wahlamt der Stadt Gaggenau laufen deshalb seit einigen Wochen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Knapp 4500 Wahlberechtigte haben bereits Briefwahl beantragt.

Allerdings hat bislang noch nicht einmal die Hälfte von ihnen ihre Unterlagen wieder zurückgeschickt. Die Stadtverwaltung ruft deshalb dazu auf, zeitnah zu Hause die beiden Kreuzchen zu setzen und die Briefwahlunterlagen zurückzusenden oder persönlich im Rathaus abzugeben. Auch der Einwurf in den Rathausbriefkasten ist möglich.

Im Vergleich zu den letzten Wahlen sei bei der Briefwahl noch Luft nach oben, sagt Wahlleiterin Tanja Riedinger. „Zum jetzigen Zeitpunkt hätten wir mit mehr Briefwählern gerechnet.“

Insgesamt sind in Gaggenau 20.554 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 1090 Personen dürfen erstmals bei einer Landtagswahl mitentscheiden. „Wir hoffen, dass viele Jungwähler ihre Chance nutzen und wählen gehen“, so Riedinger.

 

Wahlwerbung bei Erst- oder Seniorwählern

Viele Erstwähler haben in den vergangenen Tagen Post von Kandidaten und Parteien erhalten und sich gefragt, woher diese ihre Adresse haben. Nach dem Bundesmeldegesetz (BMG) sind Kommunen verpflichtet, Auskünfte aus dem Melderegister zu erteilen, sofern keine Auskunftssperre eingetragen ist.

Bislang haben drei Parteien entsprechende Datensätze angefordert – nicht nur zu Erstwählern, sondern auch zu Seniorwählern.

Einmal jährlich weist die Stadt darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger der Weitergabe ihrer Daten nach Paragraph 50 BMG widersprechen können.

 

Briefwahlunterlagen jetzt zurückschicken
Wer seinen Wahlbrief mit der Post verschickt, sollte ihn möglichst frühzeitig aufgeben, spätestens so, dass die Post ihn am Donnerstag, 5. März 2026, mitnehmen kann. Ab Freitag, 6. März 2026, sollten die Wahlbriefe am besten direkt im Gaggenauer Rathaus abgegeben oder eingeworfen werden. Die Übergabe am Wahltag in einem normalen Wahllokal ist dagegen nicht möglich. Wahlbriefe, die am Wahltag nach 18 Uhr eingehen, dürfen bei der Auszählung nicht mehr berücksichtigt werden.

 

Kurzfristige Beantragung der Briefwahlunterlagen
Briefwahlunterlagen können noch bis Freitag, 6. März 2026, 15 Uhr, beim Bürgerbüro beantragt werden. Bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung ist dies sogar noch bis zum Wahltag, 15 Uhr, möglich. Ein Dritter, der dann die Briefwahlunterlagen beantragt oder abholt, muss eine schriftliche Vollmacht des Wahlberechtigten vorlegen. Dies gilt auch bei der Beantragung durch Ehegatten oder sonstige Angehörige.

 

Noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten?

Wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann dennoch wählen gehen. Dazu reicht es aus, am Wahlsonntag den Ausweis mit ins Wahllokal zu nehmen. Alternativ können Personen, die die Wahlbenachrichtigung nicht erhalten haben, auch Briefwahl beantragen (schriftlich, per Mail an wahlen@gaggenau.de oder persönlich im Bürgerbüro). Wer unsicher ist, ob er überhaupt wahlberechtigt ist, kann sich auch unter wahlen@gaggenau.de melden.

 

Wählen in den Wahllokalen
In den Wahllokalen kann am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr gewählt werden. Direkt danach wird ausgezählt, sodass voraussichtlich ab 20 Uhr mit dem Ergebnis gerechnet werden kann.

 

Was bedeutet das „Loch“ auf dem Stimmzettel?
Blinde und sehbehinderte Menschen sollen ihre Stimme ohne fremde Hilfe abgeben können. Dafür gibt es Stimmzettelschablonen. Damit erkennbar ist, wo sich Vorderseite und obere Seite des Stimmzettels befinden, verfügen alle Stimmzettel am rechten oberen Rand über eine einheitliche Tasthilfe in Form eines gestanzten Loches. Die Ausstattung mit dieser Tasthilfe ist in der Landeswahlordnung vorgeschrieben.

 

Berichterstattung von infratest dimap für die ARD

Die Basis für die Analysen der ARD-Berichterstattung bildet eine Nachwahlerhebung (Exit Poll) am Wahltag durch das Institut infratest dimap. Als einer von 200 Wahlbezirken der repräsentativen Stichprobe wurde auch der Wahlbezirk 31 in der Merkurhalle in Ottenau  ausgewählt.

Die Wählerinnen und Wähler werden nach der Stimmabgabe von einem Mitarbeiter von infratest dimap angesprochen und gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym.

Auf der Basis dieser Nachwahlerhebung entsteht die 18-Uhr-Prognose, die nach Schließung der Wahllokale in der ARD präsentiert wird.