1.7.26
Die extreme und vor allem lang andauernde Hitze könnte im schlimmsten Fall zu einer vorübergehenden Schließung des Waldseebades führen.
Darauf weist die Stadtverwaltung Gaggenau in einer Pressemitteilung hin. Oberbürgermeister Michael Pfeiffer und Bürgermeister Andreas Paul ist es wichtig frühzeitig die Bevölkerung darauf vorzubereiten, dass sie die beliebte Einrichtung in den nächsten Tagen eventuell für eine kurze Zeit schließen müssen. „Wir hoffen nicht, dass der Fall eintritt, aber es kann passieren“, erklärt Jörg Zimmer, Geschäftsführer der Gaggenauer Bäder.
Die anhaltend hohen Temperaturen setzen dem biologischen Reinigungssystem des Waldseebads zu. Im Regenerationsteich wurden inzwischen erste Fadenalgen festgestellt. Diese sind zunächst ein natürlicher Bestandteil eines Naturbades und stellen für sich genommen noch keinen Grund zur Sorge dar. Sie zeigen jedoch, dass das Ökosystem durch die Hitze stark beansprucht wird.
Naturbäder funktionieren ohne den Einsatz von Chlor. Die Wasserreinigung erfolgt auf natürliche Weise durch Pflanzen, Mikroorganismen und die Regenerationsbereiche. Gerade an heißen Tagen kann dieses biologische Gleichgewicht durch hohe Wassertemperaturen und eine starke Nutzung des Bades unter Druck geraten. Zum Schutz der Badegäste müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Wasserwerte jederzeit eingehalten werden.
Die Wasserqualität wird deshalb regelmäßig kontrolliert. Sollte eine Schließung erforderlich werden, dient diese ausschließlich dem Schutz der Gesundheit der Besucherinnen und Besucher. Sobald sich die Wasserqualität wieder stabilisiert hat und alle Grenzwerte eingehalten werden, wird das Waldseebad umgehend wieder geöffnet.
Die Stadt bittet alle Badegäste um Verständnis, falls dieser Schritt notwendig werden sollte. Über mögliche Einschränkungen oder eine vorübergehende Schließung wird die Stadtverwaltung kurzfristig über ihre üblichen Informationskanäle informieren.
Die derzeitige leichte grünliche Färbung im Naturbad ist kein negatives Zeichen, tritt Zimmer Gerüchten von Badegästen entgegen: „Diese Schwebealgen nehmen zwar durch die Hitze gerade zu, aber diese „guten“ Algen brauchen wir auch. Sie sind Teil des Ökosystems Naturbad“.
Die Stadt bittet außerdem darum, vor dem Baden die Duschen zu nutzen und möglichst wenig Sonnencreme ins Wasser einzutragen. Jeder Beitrag hilft, das biologische Gleichgewicht des Naturbads zu erhalten.
