18.2.26
Der Sozial- und Kulturausschuss traf sich ausnahmsweise nicht im Rathaus, sondern besichtigte den städtischen Kindergarten und die Grundschule in Hörden. Hier wurde in den vergangenen Jahren einiges modernisiert. Was genau gemacht wurde und wie sich das auf die Qualität der Arbeit in den Einrichtungen auswirkt, darüber informierte die Stadtverwaltung die Ausschuss-Mitglieder.
„Die Kindergärten und Schulen sind ein wichtiges Thema“, erklärte Bürgermeister Andreas Paul, der die Gemeinderäte einlud, sich vor Ort ein Bild zu machen. Mitarbeiter der städtischen Abteilungen Planen und Bauen sowie Bildung und Betreuung standen Rede und Antwort.
In den beiden alten Sandsteingebäuden waren in den vergangenen Jahren bauliche Veränderungen notwendig. Auch die Technischen Betriebe waren in die Sanierungen eingebunden. Insbesondere durch Malerarbeiten sorgten sie dafür, dass sich die Kindergartenkinder und Schüler in den neu gestalteten Räumen wohl fühlen.
Baustelle ermöglicht „lebenspraktisches Lernen“
„Ich mag dieses alte Gebäude“, erklärte Einrichtungsleiterin Katarina Tomic. Sie betonte, dass sie die Raumgestaltung durchaus für wichtig halte in der Bildung und Erziehung. „Ich bin für Ordnung, Klarheit und Struktur. Ich mag es aber auch, Räume zu so zu gestalten, dass sie einen Wohlfühlcharakter haben“, sagte sie und erklärte, dass Räume „etwas mit einem machen“ und diese in der Pädagogik die Funktion als „dritter Erzieher“ übernehmen. Der Kindergarten Hörden bietet 77 Jungen und Mädchen im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt Platz.
Die städtische Einrichtung freut sich unter anderem über einen frisch sanierten Sanitärbereich mit altersangepassten Toiletten und Waschbecken, einer Dusche und einem von den Kindern über eine Treppe begehbaren Wickelbereich sowie eine neue Küche. Durch den Umbau entstanden Bereiche, die dem Schutzbedürfnis der Kinder genauso entgegenkommen wie dem Bedürfnis der pädagogischen Fachkräfte, ergonomisch arbeiten zu können. „Hier in der Küche haben wir eine heimelige Atmosphäre“, schwärmte Jasmin Glasstetter, stellvertretende Kindergartenleiterin. Das werde auch von den Kindern so empfunden. Froh ist das Leitungsteam darüber, dass die nicht immer einfache und anstrengende Bauphase von Eltern verständnisvoll und von den Kindern wissensdurstig mitgetragen wurde. „Es war ein lebenspraktisches Miteinander“, erklärte Tomic. „Die Kinder haben viel über die Arbeiten der Handwerker und ihre Berufe gelernt.“
Schule hat auch optisch gewonnen
„Die Schule sieht jetzt aus wie ein Vier-Sterne-Hotel“: Diese Rückmeldung eines Schülers gab Margit Karcher, Leiterin des Bereiches Ordnung und Soziales, an den Sozial- und Kulturausschuss weiter. Sie führte den Ausschuss stellvertretend für die kurzfristig erkrankte Schulleiterin Annette Schilling durch das Gebäude.
Seit 2022 gab es auch in diesem Gebäude Sanierungen, unter anderem, um Energie zu sparen: Es gab eine energetische Sanierung der Fassade, Fenster im Alt- und im Neubau wurden erneuert, das Dach saniert, gedämmt und mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet, die Garagentore wurden ausgetauscht, der Gymnastikraum bekam einen Schallschutz und eine neue Decke mit LED-Beleuchtung. Zudem wurden die WCs der Jungen, Lehrer und Vereine saniert.
Als Grund- und Hauptschule errichtet, wird das Gebäude nicht nur von 68 Schülern in vier Klassen, sondern auch von zahlreichen Vereinen genutzt. Der Musikverein ist gerade dabei, die ihm zur Verfügung gestellten Räume in Eigenarbeit neu zu gestalten, und die Narrenzunft nutzt die Lagermöglichkeiten in einem weiteren Bereich der Schule. Die Turnhalle ist – wie die Flößerhalle – gut belegt. Im Zuge der Umnutzung der Räume für den Musikverein wurde für die Schülerbetreuung ein neuer Raum geschaffen. Denn mehr als die Hälfte der Grundschüler – insgesamt 39 Mädchen und Jungen – nehmen die Verlässliche Grundschule in Anspruch und werden vor und nach dem Unterricht in der Schule betreut. In diesem Jahr wird noch die Heizung ausgetauscht, sodass die Gebäudesanierung abgeschlossen wird. In den vergangenen Jahren hat die Stadt damit insgesamt rund 1,2 Millionen Euro in die Sanierung investiert.
Eine weitere Maßnahme wurde an die Hochbau-Abteilung herangetragen: „Derzeit besteht der ganz große Wunsch, dass der Schulhof aufgewertet wird“, erklärte Margit Karcher. Dieser besteht nur aus einer asphaltierten Fläche.
