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Das Foto zeigt einige Gemeinderäte beim Bedienen des Geräts "Kuti" in der Stadtbibliothek.
Der Kuti zieht die Aufmerksamkeit der Gemeinderäte auf sich.
© Stadt Gaggenau

23.01.25

Die Mitglieder des Sozial- und Kulturausschusses verschafften sich in ihrer jüngsten Sitzung einen Eindruck von der Stadtbibliothek. Durch die Einrichtung geführt von Bianca Grittmann, lernten sie nicht nur den „Lesetempel“ und seine Angebote kennen, sondern erfuhren, dass die Gebührenerhöhung größtenteils auf Verständnis stieß, die Stadtbibliothek wieder einen Zuwachs an Lesern hat und der Stadtbibliothek die Barrierefreiheit ein wichtiges Anliegen ist.

„Ich bin mit der Entwicklung im vergangenen Jahr sehr zufrieden“, erklärte Stadtbibliotheksleiterin Bianca Grittmann. „Wir konnten 637 neue Leser gewinnen, davon 416 Kinder.“ Und bereits bis zum 15. Januar habe es 17 Neuanmeldungen gegeben. Mit 36.013 Besuchen lag die Zahl leicht über der von 2023 (34.344); auch die Zahl der Mediennutzungen ist von 117.553 auf 117.967 leicht gestiegen. Die meisten Leser (78,67 Prozent) kommen übrigens aus Gaggenau. Doch auch Gernsbacher, Forbacher, Bischweierer sowie Loffenauer nutzen das Angebot der Stadtbibliothek. Die Reaktionen auf die Gebührenerhöhung seien überwiegend positiv gewesen, erläuterte Bianca Grittmann den Mandatsträgern. 

Aktionen und Ruhe 

In der Kinderbibliothek (Grittmann: „Das Herz der Stadtbibliothek“) stellte sie den Gemeinderäten das umfangreiche Angebot vor, das dank eines engagierten Teams vorgehalten werden kann. Die Leseförderung beginnt in der Stadtbibliothek schon bei Babys und wird von den Eltern gern angenommen. Das neueste Projekt ist die „Leselotte“: Dieses Projekt richtet sich an Kindergärten und Grundschulen. Die Leseraupe besteht aus neun handgearbeiteten Taschen und einem Tagebuch. Die Kindergruppen dürfen die Raupe mitsamt Büchern ausleihen und sind aufgefordert, ihre Erlebnisse mit den Büchern zu dokumentieren. Im Aktionsraum zog der elektronische Spielewürfel „Kuti“ die Aufmerksamkeit der Gemeinderäte auf sich – manche wollten ihn gleich ausprobieren.  „Glauben Sie mir: Wenn wir Aktionen machen, ist der Kuti nicht im Raum“, sagte Bianca Grittmann augenzwinkernd, berichtete von erfolgreichen Lernnächten und erklärte, dass der Aktionsraum auch gern genutzt wird zum Beispiel für Sprachunterricht oder als Rückzugsort für Schüler, die Ruhe zum Lernen suchen. 

Fördergelder ermöglichen Brettspiele

Mithilfe von Fördergeldern ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Die Stadtbibliothek will demnächst Brettspiele anbieten, die vor Ort ausprobiert und ausgeliehen werden können. Verschiedene Aktionen dazu sind geplant. Des Weiteren möchte sich das Bibliotheksteam auf den Weg zu einer „Open Library“ machen, die Ausleihzeiten über die Öffnungszeiten hinaus ermöglichen soll. In einem ersten Schritt muss dazu erst einmal die RFID-Technologie eingeführt werden. 

Barrierefreiheit ist ein wichtiges Anliegen

Ein weiteres Thema, das den Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek auf den Nägeln brennt, ist die Barrierefreiheit. Derzeit müssen Eltern mit Kinderwagen oder Personen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, einige Schwierigkeiten in Kauf nehmen, um in die Bibliotheksräume zu gelangen. „Wir verstehen uns als Ort für alle Menschen, deshalb ist uns die Barrierefreiheit ein wichtiges Anliegen“, erklärte Bianca Grittmann gegenüber dem Sozial- und Kulturausschuss.