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Ähnlich wie auf diesem Friedhof sind die Kunstwerke in Oberweier aufgestellt.
© Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

08.06.24

„Nie wieder Krieg" lautet der Titel der Ausstellung, die vom 11. bis 27. Juni auf dem Friedhof gezeigt wird. Zu sehen sind die „Soldatenbretter" der bayerischen Künstlerin Bali Tollak. Mit dieser Installation setzt sie sich mahnend mit den Eindrücken aus dem Ersten Weltkrieg auseinander.

Die Künstlerin, eine Autodidaktin, hat diese Kunstwerke dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge zur Verfügung gestellt, die diese an wechselnden Orten ausstellt. Bali Tollak, 1948 in Augsburg geboren, hat zwei Meter hohe Bretter mit Texten und Bildern gestaltet. Verarbeitet sind Stimmungsbilder von Augenzeugen des Ersten Weltkrieges. Die Künstlerin nahm sich die Maler der Zeit um den Ersten Weltkrieg wie Paul Klee, Pablo Picasso, Otto Dix, Emil Nolde und Käthe Kollwitz zum Vorbild. Sie selbst hat zahlreiche Kriegsgräberstätten besucht.

Die Idee, die Ausstellung „Nie wieder Krieg" in Oberweier zu zeigen, entstand im März bei einem Rundgang zur Erinnerung an den Flugzeugabsturz am 29. Juli 1944. Ein britischer Lancaster-Bomber war in Oberweier abgestürzt, nachdem er über Durmersheim abgeschossen worden war. Fünf Besatzungsmitglieder verloren damals ihr Leben, zwei Kanadier überlebten den Absturz. Der eine fand Zuflucht bei hilfsbereiten Menschen in Oberweier, der andere wurde auf Befehl erschossen. Zahlreiche Angehörige nahmen an dem Rundgang teil.

Bürgermeister Andreas Paul eröffnet die Ausstellung am Dienstag, 11. Juni, um 11 Uhr. Volker Schütze, Bezirksgeschäftsführer des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge informiert über die Inhalte der Ausstellung der Künstlerin.