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Das Foto zeigt die Badener Straße in Selbach.
Im Blickpunkt: Die Badener Straße in Selbach
© Stadt Gaggenau

2.11.26

Die hohe Verkehrsbelastung in der Badener Straße in Selbach beschäftigt die Anwohnerinnen und Anwohner seit vielen Jahren. Verkehrslärm, überhöhte Geschwindigkeiten und die Verkehrssicherheit sind Themen, die auch der Verwaltung am Herzen liegen.

In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats in der Siegfried-Hammer-Halle stellte Abteilungsleiter Steffen Krach deshalb verschiedene Möglichkeiten vor, um die Situation zu verbessern. Dazu gehören insbesondere eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage, die geplante Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h und eine neue Halteverbotsregelung. Dabei verdeutlichte der Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung, dass auch die Stadt den Handlungsbedarf sehe, es aber keine einfache Lösung gebe, mit der sich sämtliche Probleme beseitigen lassen. Die Badener Straße ist als Landesstraße L 79a eine wichtige überörtliche Verkehrsverbindung und dient bei Störungen auf der Autobahn A 5 auch als Umleitungsstrecke. Das Verkehrsaufkommen lässt sich deshalb nur begrenzt beeinflussen.

Stationärer Blitzer kommt
Ein wichtiger Schritt ist die Einrichtung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage. In der Badener Straße hat die Stadt bereits in den vergangenen Jahren immer wieder Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Mit der festen Anlage in der Badener Straße soll nun eine dauerhafte Überwachung kommen. Mit den Vorbereitungen für den Aufbau der Anlage wird diese Woche begonnen.

Tempo 40 soll Verkehrslärm reduzieren
Eine weitere Maßnahme ist die geplante Geschwindigkeitsreduzierung auf 40 km/h. Diese ist Bestandteil des städtischen Lärmaktionsplans, dessen öffentliche Auslegung der Gemeinderat am 21. September beschlossen hat. Im Rahmen dieses Verfahrens können auch die Bürgerinnen und Bürger Stellung nehmen. Mit der niedrigeren Geschwindigkeit soll insbesondere die Lärmbelastung entlang der Badener Straße verringert werden.

Unterschiedliche Interessen beim Parken
Ausführlich beschäftigt haben sich Ortschaftsrat und Stadtverwaltung auch mit der Parksituation. Ortsvorsteher Michael Schiel wies auf die teils gegensätzlichen Interessen hin. Während sich einige zusätzliche parkende Fahrzeuge als Möglichkeit wünschen, den Verkehr zu verlangsamen, befürchten andere dadurch zusätzliche Lärmbelastungen. Denn wenn Fahrzeuge wegen Engstellen immer wieder abbremsen und anschließend beschleunigen müssen, kann dies ebenfalls störend sein. Hinzu kommt, dass parkende Fahrzeuge insbesondere im Begegnungsverkehr zu Behinderungen führen. Die Bushaltestelle und die Steigung in Richtung Baden-Baden verschärfen die Situation zusätzlich. Gerade während des Berufsverkehrs entstehen dadurch immer wieder Engpässe. Vor diesem Hintergrund hat sich der Ortschaftsrat dafür ausgesprochen, zwischen Herrengasse und Wohlfahrtsweg auf beiden Straßenseiten ein eingeschränktes Haltverbot einzurichten. Zusätzliche Parkmöglichkeiten als Mittel zur Verkehrsberuhigung sind dagegen nicht vorgesehen.

Ziel bleibt eine spürbare Verbesserung
Der Stadt ist bewusst, dass die vorgesehenen Maßnahmen nicht sämtliche Verkehrsprobleme lösen werden. Mit der Kombination aus niedrigerer Geschwindigkeit, stationärer Geschwindigkeitsüberwachung und einer klareren Halteverbotsregelung sollen aber konkrete Verbesserungen erreicht werden.