16.04.2022
Zweimal musste das beliebte Traditionskonzert „Schluss mit“, das immer zum Jahresende mit hochkarätiger Kammermusik stattgefunden hat, wegen der Pandemie ausfallen. Das letzte Konzert „Schluss mit… Beethoven“ fand 2019 statt. Nun soll es am Samstag, 14. Mai, um 19 Uhr unter der Überschrift „Schluss mit Krieg!“ eine ganz besondere Neuauflage geben. Die Veranstalter, das städtische Kulturbüro sowie die Firma KönigMetall, haben gemeinsam mit Christof Maisch ein großes Benefizkonzert für aus der Ukraine geflüchtete Mütter und ihre Kinder geplant.
„Wir wollen einerseits den unschuldig in Not geratenen Menschen helfen und gleichzeitig ein kulturelles Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe gegen Krieg, Zerstörung und Barbarei setzen“, erklärt Christof Maisch. Bei Schirmherr Oberbürgermeister Christof Florus ist er mit dem Gedanken auf sehr offenen Ohren gestoßen: „Das einzige, was wir im Moment alle zum Ukraine-Konflikt beitragen können, ist Solidarität mit den Flüchtenden und in Not geratenen Menschen zu zeigen.“ Das große Benefizkonzert sei eine weitere Möglichkeit aktive Hilfe zu leisten, hofft Florus deshalb auch auf viele Besucher, die großzügig die Spendenkasse bzw. das Spendenkonto füllen.
Auch den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern ist es ein Herzensanliegen, mit ihrer Musik den durch Krieg in Bedrängnis geratenen Menschen zu helfen. Zusammen mit den Musikern Marie-Claudine Papadopoulos (Violine), Clémence de Forceville (Violine), Christof Maisch (Viola), Benedict Kloeckner (Cello), Alexandre Vay (Cello), Elena Kuschnerova (Klavier) sowie Pervin Chakar (Sopran) hat der künstlerische Leiter Christof Maisch einen besonderen Hörgenuss arrangiert. Damit viele Menschen das „Schluss mit Krieg!“-Konzert miterleben können, ist eine Liveübertragung auf den Annemasse-Platz geplant. Dort bewirtet gleichzeitig der Verein KindGenau, der den Erlös ebenfalls spenden wird.
Alle können mitmusizieren
Zum Abschluss des traditionellen „Schluss mit… Konzertes“ wird erstmals zu einem „Flashmob“ im Freien aufgerufen. Alle, die ein Musikinstrument spielen, sind eingeladen, ihr Instrument auf den Annemasse-Platz mitzubringen. Gemeinsam soll als Symbol für den Frieden das Thema aus Beethovens neunter Sinfonie erklingen. Musikalisch beginnen wird den Flashmob die erst zehn Jahre alte Maria Zhuravel, die mit ihren Eltern aus der Ukraine nach Gaggenau geflüchtet ist. Seit vier Jahren hat das junge Mädchen Geigenunterricht. In Gaggenau ist nun die Geigenlehrerin Boriana Baleff ihre Mentorin.
Unter der Leitung von Frank Herm wird zunächst eine kurze Probe stattfinden, bevor Gaggenau vereint nach dem Kammerkonzert die berühmte Beethoven-Melodie spielt und singt. Wer nicht musiziert, ist zum Mitsingen der Ode an die Freude „Alle Menschen werden Brüder“ aufgerufen. Texte wird es vor Ort geben sowie zum Datum auch über die Bürger-App der Stadt Gaggenau, sodass der Text über das Smartphone abgerufen werden kann.
Das „Schluss mit… Konzert“ beginnt um 19 Uhr in der Jahnhalle und wird parallel in den Annemasse-Garten übertragen. Saaleinlass ist um 18.30 Uhr. Die Farben der Ukraine, Gelb und Blau, werden das Konzertambiente prägen.
Wer einen garantierten Sitzplatz in der Jahnhalle möchte, sollte sich im Vorfeld Tickets für zehn Euro bei der Buchhandlung Bücherwurm, im Kulturamt oder über www.reservix.de besorgen. Für Kinder bis 14 Jahren gibt es kostenlose Einlasskarten. Weitere Spenden können unter dem Stichwort „Konzert für Ukraine“ an eines der beiden Konten der Stadt Gaggenau überwiesen werden:
Sparkasse Baden-Baden Gaggenau
DE09 6625 0030 005 0003 97
Volksbank Karlsruhe Baden-Baden
DE43 6619 0000 0001 0853 03
Falls Spendenquittung erwünscht, bitte den Namen und die Adresse angeben.
