04.05.2020
Wenn am heutigen Montag rund 500 Schüler wieder zurück an ihre Schulen kommen, wird alles ein bisschen anders als gewohnt sein: Schließlich erfolgt der Unterricht unter höchsten Hygiene- und Abstandsregeln. „Als Schulträger haben wir gemeinsam mit den Schulen alles unternommen, um bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten“, erklärt Oberbürgermeister Christof Florus, der in den letzten Tagen nicht nur in der Merkurschule, der Realschule und dem Goethe-Gymnasium vor Ort war, sondern am Donnerstagmittag auch alle Gaggenauer Schulleiter zu einer Videokonferenz eingeladen hatte. „Im Gespräch hat sich gezeigt, welch Herkulesaufgabe vor Ort in den Schulen zu meistern war“, resümiert das Stadtoberhaupt. Während die Schulleiter insbesondere knifflige organisatorische Fragen lösen mussten, galt es für das städtische Gebäudemanagement und die Schulverwaltung vor allem hygienische Herausforderungen zu meistern. Für manche Schulen sei es angesichts der Tatsache, dass einige Lehrkräfte, die zur Risikogruppe zählen, keinen Präsenzunterricht erteilen dürfen, nicht leicht die Vorgaben zu erfüllen. „Theorie und Praxis sind eben zweierlei“, stellt Florus fest und ist dankbar, dass die Gaggenauer Schulen mit flexiblen und kreativen Lösungen den Spagat meistern und ab Montag vor allem die Prüflinge auf ihre Abschlüsse vorbereiten können. „Für alle Jugendlichen, die in diesem Schuljahr ihre Abschlussprüfung machen, waren die letzten Wochen eine nervenaufreibende Zeit“, ist Florus froh, dass ihnen nun noch etwas Vorbereitung gemeinsam mit den Lehrkräften ermöglicht wird und sie schließlich auch die Prüfung zu absolvieren können. „Der Nachwuchs muss die Chance eines vollwertigen Abschlusses erhalten“, betont er die Bedeutung.
In den letzten Tagen wurden die Einrichtungen durch die Stadt mit Schutzvisieren, Masken und Spuckschutzwände versorgt. Eine besondere Herausforderung war es bis zuletzt, die einzelnen Schulen mit Desinfektionsmittel zu bestücken. Eigentlich hatte die Stadt unter anderem eine Lieferung von 100 Sprühflaschen mit Flächendesinfektionsmittel erwartet. Doch statt der bestellten Einzelgebinde, gab es große Kanister „Wir haben dann spontan in der Region leere Sprühflachen erworben, befüllt und mit Etiketten versehen“, berichtet Manuela Engel, Leiterin der Abteilung Gebäudemanagement. Am Donnerstagmittag konnten die Schulen dann mit ausreichenden Desinfektionsmitteln für Hände und Flächen versorgt werden. „Die Familien können sich darauf verlassen, dass alles dafür getan wird, dass die Kinder bestmöglich geschützt sind“, verweist OB Florus auf eine Reihe von Hygienemaßnahmen, die von einer täglichen Reinigung der Klassenzimmer bis hin zur regelmäßigen Desinfektion von Kontaktflächen, wie beispielsweise Türgriffe und Treppengeländer, reicht. Da die Pausen der einzelnen Klassen zeitversetzt sind und auch bei der Nutzung der Toiletten Maßnahmen zur Einhaltung der Mindestabstände getroffen wurden, ist sich Florus mit den Schulleitern einig, dass ein Schulunterricht möglich ist. „Wir gehen zudem davon aus, dass auch die Schüler so vernünftig sind, Abstand zueinander halten und die Regeln zur Hygiene beachten“.
