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© Sebastian Göbel/pixelio.de

30.11.2020

Bis zum Jahr 2026 sollen die Bushaltestellen, die mit Bussen angefahren werden, barrierefrei ausgebaut sein und so Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Ein- und Aussteigen erleichtern. Insgesamt 75 Bushaltestellen gibt es in Gaggenau und den Stadtteilen. 23 davon werden über das Anruflinientaxi angefahren, so dass für diese kein Umbau notwendig ist.

Drei Haltestellen sind bereits barrierefrei. Eigentlich sollten bis 2022 alle Haltstellen barrierefrei sein. Technisch wie auch finanziell sei die vollständige Barrierefreiheit bis dahin nicht umsetzbar, hieß es am Montagabend im Gemeinderat. Deshalb sollen die noch verbliebenen 49 Haltestellen nach einer Prioritätenliste umgebaut werden (siehe PDF). Die Kosten für den barrierefreien Ausbau betragen etwas mehr als zwei Millionen Euro. Das Land bezuschusst die förderfähigen Kosten mit 75 Prozent.

Für die förderfähigen Kosten legt das Land jedoch Höchstgrenzen pro Haltestelle fest. Dementsprechend geht die Stadt davon aus, dass 1,7 Millionen Euro angerechnet werden und so mit einem Zuschuss von 1,4 Millionen Euro zu rechnen ist. Noch in diesem Jahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Haltestellen in Gaggenau wurden nach Kriterien wie Ortslage (Ortsrandlage, Gewerbegebiet, innerorts etc.), Fahrgastzahlen, Netzhierarchie (Haltestelle für Bus, Schulbus, ALT oder Schiene) und Einrichtungen (z.B. Seniorenheim, Ärztehaus, Friedhof) in der Nähe kategorisiert. An verschiedenen Beispielen wies Volker Wickersheimer von der städtischen Tiefbauabteilung auf besondere bauliche Herausforderungen hin, die im Einzelfall auch dazu führen können, dass Haltestellen etwas versetzt werden müssen. Schwierigkeiten bestehen beispielsweise in sehr engen Straßen und schmalen Gehwegen oder auch an Haltestellen mit dahinter liegenden Parkflächen, die weiter anfahrbar sein müssen.