6.10.26
Oberweier unternimmt einen neuen Anlauf, um die Grundversorgung im Ort zu sichern. Künftig soll es einen Dorfladen im ehemaligen Rathaus geben. Der Gemeinderat hat beschlossen, den Umbau der ehemaligen Wohnung im Erdgeschoss des Rathauses mit bis zu 20.000 Euro zu unterstützen.
Betrieben wird der Laden von der neu gegründeten Genossenschaft „Dorfladen Oberweier“. Vorgesehen ist ein Selbstbedienungskonzept nach dem Vorbild von „Tante M“. Der Zutritt soll kontrolliert, beispielsweise über Kunden- oder Kreditkarte, erfolgen. Dadurch sind längere Öffnungszeiten mit geringem Personalaufwand möglich. Ortsvorsteher Michael Barth betonte, dass ein wirtschaftlicher Betrieb in einem kleinen Ort nur mit einem solchen Modell möglich sei. Einen 24-Stunden-Betrieb soll es mit Rücksicht auf die Anwohnenden allerdings nicht geben, unterstrich Oberbürgermeister Michael Pfeiffer.
Das Sortiment soll Waren für den täglichen Bedarf sowie Produkte regionaler Erzeuger umfassen. Zusätzlich ist an zwei bis drei Halbtagen ein einfaches Caféangebot geplant. Damit soll der Laden auch zu einem Treffpunkt im Ort werden.
Für den Umbau der Räume werden Kosten von rund 48.000 Euro veranschlagt. Die Stadtwohnung Gaggenau als Vermieterin will die notwendigen Elektroarbeiten mit bis zu 29.000 Euro übernehmen. Die Stadt beteiligt sich mit maximal 20.000 Euro, unter anderem für Netzwerk- und Klimaarbeiten, den Umbau der Eingangstür sowie Maler- und Gipserarbeiten. Finanziert wird der städtische Zuschuss aus den für Oberweier zur Verfügung stehenden Deponiegeldern.
Weitere rund 23.000 Euro werden für die Ladeneinrichtung benötigt. Dafür ist eine LEADER-Förderung von rund 15.000 Euro beantragt beziehungsweise in Aussicht gestellt. Weitere Kosten sollen die Genossenschaft und Sponsoren tragen. Auch Eigenleistungen durch Mitglieder und Helfer sind vorgesehen.
