Eine der ersten beiden Fahrradstraßen.
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01.04.2021

In der Stadt Gaggenau gibt es nun die ersten beiden Fahrradstraßen. Sie sind wichtige Teilstücke des lokalen Radverkehrsnetzes und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität und Sicherheit in der Stadt bei. Die Albrecht-Dürer-Straße und ein Teil der Amalienbergstraße  wurden in Fahrradstraßen umgewandelt. „Mehr Radfahrer bedeuten weniger Lärm, weniger Staus und bessere Luft für unsere Stadt. Davon profitieren alle Bürger“, sagt Bürgermeister Pfeiffer. „Unsere Verkehrspolitik stellt den Menschen in den Mittelpunkt.“ Aus diesem Grund ist Gaggenau auch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) und setzt sich konsequent für die Förderung des Radverkehrs ein.

Ein Schritt in Richtung Fahrradfreundlichkeit sind die neuen Fahrradstraßen: Hier bekommen Fahrräder den Platz zur Verfügung gestellt, der ihnen als gleichwertiges, klimaschonendes und besonderes soziales Verkehrsmittel gebührt. Aber auch die Anwohner der Fahrradstraßen profitieren, denn ihre Lebensqualität steigt, wenn die Wohnlage ruhiger, sicherer und die Luft abgasärmer wird.
 

Was sich durch die Umwidmung zur Fahrradstraße ändert

Selbstverständlich können auch Pkw weiter durch die Fahrradstraßen fahren und dort parken, wenn die Straße mit den Schildern „Anlieger frei“ oder „Pkw frei“ gekennzeichnet ist. Allerdings haben Radfahrer in der Fahrradstraße ausdrücklich Vorfahrt und dürfen zum Beispiel nebeneinander fahren. Für PKWs und Motorräder ist das Überholen von Radfahrer in einer Fahrradstraße erlaubt, sofern ein Abstand von eineinhalb Metern gewährleistet ist und sie dabei weder gefährdet noch behindert werden. Zu ihrer Sicherheit ist die Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge auf 30 Kilometer pro Stunde beschränkt.

Zum Schutz der Kinder dürfen unter Achtjährige auch in Fahrradstraßen den Gehweg benutzen, sonst ist dieser aber wie bei allen anderen Straßen den Fußgängern vorbehalten – denn Rücksicht basiert auf Gegenseitigkeit.