Aktuelles
Das Foto zeigt die Zivil- und Katastrophenschutzbeauftragte Eileen Schenk, die am 1. August 2026 ihren Dienst angetreten hat.
Eileen Schenk ist für den Zivil- und Katastrophenschutz zuständig.
© Stadt Gaggenau

14.8.26

Seit dem 1. August beschäftigt sich Eileen Schenk bei der Stadt Gaggenau schwerpunktmäßig mit Krisen- und Katastrophenschutz. Welche Aufgaben damit verbunden sind, auf welche Krisen sich die Stadt vorbereiten muss und was jeder Einzelne tun kann, erklärt sie im Interview.

Frau Schenk, für welche Aufgaben sind Sie künftig im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz zuständig?

Meine Aufgabe ist es, die Stadt auf mögliche Krisenlagen noch besser vorzubereiten. Dazu gehört, mich mit verschiedenen Szenarien zu beschäftigen, entsprechende Pläne und Strukturen zu erarbeiten und Abläufe festzulegen. Wenn es dann tatsächlich zu einem Ereignis kommt, sollen die notwendigen Strukturen möglichst schnell funktionieren. Natürlich kann man sich nicht auf jede Krise im Detail vorbereiten – dafür sind mögliche Ereignisse zu unterschiedlich.  Ich blicke mit Respekt und Vorfreude auf alles, was vor mir liegt, und freue mich darauf diese verantwortungsvolle Aufgabe bei der Stadt Gaggenau übernehmen zu dürfen

 

Welche Krisen und Katastrophen können das sein?

Das Spektrum ist sehr breit. Es reicht von Starkregen und Hochwasser über längere Stromausfälle bis hin zu Dürreperioden oder anderen Auswirkungen des Klimawandels. Auch im Bereich des Zivilschutzes gibt es verschiedene Szenarien, mit denen wir uns beschäftigen müssen. Wichtig ist dabei vor allem, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und entsprechende Vorsorge zu treffen.

 

Mit wem arbeiten Sie dabei zusammen?

Katastrophenschutz funktioniert nur gemeinsam. Innerhalb der Stadtverwaltung gibt es beispielsweise einen Verwaltungsstab, der bei größeren Krisenlagen zusammenkommt. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und weiteren Einsatzorganisationen wichtig. Auch der Austausch mit dem Landratsamt und anderen Behörden sowie mit verschiedenen Fachbereichen der Stadtverwaltung gehört dazu.

 

Sie bringen als Notfallsanitäterin bereits Erfahrung aus dem Rettungsdienst mit. Was hilft Ihnen dabei in Ihrer neuen Aufgabe?

Nach der Ausbildung zur Notfallsanitäterin habe ich berufsbegleitend zunächst Medizinpädagogik und dann Krisen- und Notfallmanagement studiert In den vergangenen fünf Jahren war ich als Notfallsanitäterin und später als Rettungswachenleiterin beim DRK-Kreisverband Bühl-Achern tätig. Im Rettungsdienst habe ich gelernt, auf Notfälle und Krisen zu reagieren. In meiner neuen Position möchte ich dazu beitragen, dass wir auf Krisen vorbereitet sind. Gerade das Arbeiten unter Zeitdruck und in Situationen, in denen viele Beteiligte zusammenarbeiten müssen, ist eine gute Grundlage für meine neue Aufgabe

 

Was möchten Sie bei der Stadt Gaggenau konkret aufbauen?

Zunächst geht es darum, die vorhandenen Strukturen weiterzuentwickeln und möglichst klare Abläufe zu schaffen. Im Krisenfall muss jeder wissen, welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten er hat und wie die Zusammenarbeit funktioniert. Ziel ist es alles so vorzubereiten, dass im Ernstfall schnell und strukturiert gehandelt werden kann.

 

Was können die Bürgerinnen und Bürger selbst tun?

Jeder kann sich ein Stück weit auf mögliche Krisen vorbereiten. Wenn ein Ereignis bereits eingetreten ist, bleibt oft wenig Zeit, um sich Gedanken zu machen. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon vorher zu überlegen: Was mache ich, wenn beispielsweise der Strom länger ausfällt? Welche wichtigen Dinge brauche ich zu Hause? Wie kann ich mein Haus vor Wasser schützen?

 

Welche Ereignisse sind für Gaggenau besonders relevant?

Ein wichtiges Thema sind beispielsweise Starkregenereignisse. Durch den Klimawandel müssen wir damit rechnen, dass extreme Wetterereignisse häufiger oder intensiver auftreten können. Bei sehr starken Regenfällen kann das Wasser möglicherweise nicht schnell genug ablaufen oder vom Boden aufgenommen werden. Auch Trockenheit und andere Folgen des Klimawandels spielen deshalb bei der Vorsorge eine wichtige Rolle.