05.04.23
Vergangene Woche fand in der Festhalle in Bad Rotenfels nach drei Jahren erneut das Jugendforum statt. Nach coronabedingter Pause beteiligten sich rund 150 Schüler sehr motiviert an acht unterschiedlichen Themen und schlugen der Verwaltungsleitung, städtischen Bediensteten sowie einigen Gemeinderatsmitgliedern neue Projekte vor.
Im Rahmen der Jugendbeteiligung organisierten Susanne Schultheiss und Jürgen Frank vom städtischen Hauptamt das Jugendforum mit dem Ziel, Gaggenau noch jugendfreundlicher zu gestalten. Themen wie Treffpunkte, Schulen und Umwelt wurden im vergangenen Winter in allen achten Klassen der Gaggenauer Schulen während des Schulunterrichts erarbeitet. Anhand der Auswertung konnten die Schwerpunkte und genauen Wünsche der Jugendlichen festgestellt werden, die nun zusammen mit den städtischen Mitarbeitern konkret vertieft wurden. Dabei erfuhren die Jugendlichen aus erster Hand, welche Projektideen in naher Zukunft realisierbar sind und welche sich in Gaggenau nur schwer umsetzen lassen. Außerdem gab es einen kurzen Einblick in den Haushalt der Stadt Gaggenau.
Müllsammelaktionen für Umweltschutz
Die Gruppe „Umwelt und Klimaschutz“ beschäftigte sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Florus vor allem mit dem Thema Müll. Alle Mitglieder waren sich einig, dass jeder zum Umweltschutz beitragen kann, in dem er den Müll nicht liegen lässt. Außerdem waren seitens der Schüler gemeinsame Müllsammelaktionen sehr erwünscht, die entweder von der Feuerwehr, Vereinen oder Schulen organisiert werden sollen. Überrascht haben die Jugendlichen mit ihrem Wissen rund um das Thema „Regenerative Energie“ und möglichen Positionierungen von Windrädern sowie Photovoltaikanlagen.
E-Scooter und mehr Bushaltestellen
Bürgermeister Michael Pfeiffer konnte die Jugendlichen beim Thema „Mobilität“ unterstützen und Fragen zu den bereits geplanten Verbesserungen der Bus-verbindungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kernstadt, beantworten. Neben der Tatsache, dass mehrere Bushaltestellen benötigt werden, wünschen sich die Schüler auch E-Scooter in der Stadt, denn mit diesen seien die Ziele besonders schnell zu erreichen.
In der Gruppe „Treffpunkte“ setzten sich die Jugendlichen vor allem für eine Go-Kart-Bahn ein. Außerdem wünschten sie sich günstige und für Jugendliche attraktive Geschäfte in der Stadt.
Für die Arbeitsgruppe „Schule“ spielte die Erlaubnis, im Schulgebäude zu bleiben die größte Rolle. Vor allem im Winter sowie bei regnerischen Tagen sei es von Nachteil, die Pause außerhalb des Gebäudes verbringen zu müssen.
Kunstrasenfelder und Fitness
Fußballspieler wünschten sich vor allem mehr Flutlicht an den Spielfeldern, um abends und im Winter auch länger spielen zu können. Außerdem waren der Gruppe „Fußball-Kleinspielfelder“ höhere Zäune sehr wichtig sowie die Umwandlung aller Gummiplätze in Kunstrasenfelder.
Da es nicht nur Fußballspieler unter den Jugendlichen gab, erarbeitete eine Arbeitsgruppe das Thema „frei zugängliche Sportangebote“. Dieser war vor allem die Gründung eines Box- bzw. Kickboxvereins sowie eines Basketballvereins sehr wichtig. Außerdem haben die Schüler den Wunsch geäußert, günstigere Fitness-studioangebote zu erhalten.
Die siebte Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit einer verbesserten „Skateranlage“. Hierbei war den Schülern vor allem ein neuer und ebener Boden sehr wichtig. Abwechslungsreiche neue Rampen sowie Sitzbänke mit Rückenlehnen standen ebenfalls auf der Wunschliste der Schüler.
Internetcafé als Treffpunkt für Jugendliche
Eine weitere Arbeitsgruppe hatte das Thema „Freizeitangebote“ und äußerte vor allem den Wunsch nach einem Internetcafe. „Die Ausstattung mit Ladekabeln und Ipads bzw. Laptops würde einige Schul- bzw. Gruppenaufgaben erleichtern“. Außerdem brachte die Gruppe den Vorschlag, im Internetcafe Jugendliche zu beschäftigen, die gleichzeitig als Aufsichtspersonen dienen könnten.
Auch in diesem Jahr war das Jugendforum aus der Sicht der Stadtverwaltung ein voller Erfolg. „Ich freue mich über den Elan und den frischen Blick der Jugendlichen. Sie haben große Lust anzupacken und mitzugestalten“, so Jürgen Frank.
