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Das Foto zeigt drei Enten im Murgpark.
Wildtiere bitte nicht füttern!
© TobseFe Fotografie

13.4.26

Wildtiere zu füttern, mag gut gemeint sein. Es schadet den Tieren aber mehr, als es hilft. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Wildtiere nicht gefüttert werden dürfen.

Mal hier eine halbe Brezel und dort zum Spaß etwas Kuchen – weil die Enten und Gänse ja sofort angerannt kommen, wenn sie die Bäckertüte nur knistern hören… Was Parkbesucher den Gänsen, Enten, Haubentauchern und Nutrias hinwerfen, ist nicht artgerecht – und viel zu viel. Es enthält viel zu viele Kohlenhydrate und Salz. Fressen die Tiere die Backwaren, die ihnen hingeworfen werden, haben sie keinen Anreiz mehr, sich auf natürliche Nahrungssuche mehr zu begeben. Wichtige Vitamine fehlen den Tieren. Die Folge sind Krankheiten, die Tiere werden geschwächt und entwickeln Störungen in ihrem natürlichen Verhalten. Zum Beispiel laufen Nutrias vor dem Menschen nicht mehr davon und können sogar zubeißen. Im schlimmsten Fall führt das Füttern durch falsch verstandene Tierliebe sogar zum Tod der Tiere.

Durch die ständigen unnatürlichen Fütterungen sammeln sich zudem zu viele Tiere an einem Ort. „Das führt zum einen zu Kämpfen untereinander, zum anderen breiten sich Krankheiten viel schneller aus“, stellt Elke Henschel, Leiterin der städtischen Abteilung Umwelt, fest. Und: Die Flächen werden stark verschmutzt: Gänsekot auf dem Spielplatz oder auf den Wegen sind ein echtes Ärgernis. „Allein eine Gans hinterlässt an einem Tag 1,5 Kilo Kot. Das sollte man nicht weiter fördern, indem man die Tiere im Murgpark füttert.“ 

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass das Füttern von Wildtieren eine Ordnungswidrigkeit ist und eine Geldbuße nach sich ziehen kann.