21.06.2021
Sieben Exkursionen und Ausflüge widmen sich dem Thema Wasser und der Murg in ganz unterschiedlichen Facetten. „Wir möchten den Kindern die unerschöpflichen Erlebnismöglichkeiten, die die Murg vom Ursprung bis zur Mündung bietet, nahebringen“ beschreibt Heidrun Haendle, Leiterin des städtischen Kulturbüros, die Idee für die neue Reihe „Stadt-Land-Murg“ im Rahmen des diesjährigen Ferienprogramms. Über 80 Plätze stehen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, um die Murg und ihre Nutzung durch die Industrie auf unterschiedliche Weise zu entdecken.
Am 30. August wird ein markantes Industriedenkmal in Baiersbronn angesteuert. Die Glashütte Buhlbach galt während ihrer Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert als größte und bedeutendste Glashütte im Schwarzwald. Wasser und Holz waren reichlich vorhanden, um diese frühe Industrialisierung in Gang zu bringen. Heute ist der Kulturpark mit den historischen Glashüttengebäuden und einer Dauerausstellung Buhlbach ein sehr malerisch gelegenes Ziel.
In Raumünzach ist die Murg besonders schmal und bietet ein spektakuläres Flussbett mit riesigen Granitfelsen und Gumben. Gleich an zwei Terminen lädt der Ferienspaß zu einer Flussbettwanderung mit Bademöglichkeiten ein (29. Juli und 9. August).
Ein Highlight ist sicherlich für alle technikinteressierten Kinder die Exkursion zur Schwarzenbach-Talsperre am 12. August. Die Talsperre aus heimischem Granit ist 400 Meter lang und 65 Meter hoch. Sie staut eine Wassermasse von mehr als 14 Kubikmeter ausschließlich durch ihr Gewicht. Zudem ist das komplexe Rohrleitungssystem eines der frühesten Bauwerke zur Erzeugung von Energie. Da der Stausee auch ein beliebter Ausflugsort ist, dürfe eine Bootsfahrt nicht fehlen, so Ute Acri vom Ferienspaßbüro.
In Forbach gibt es am 17. August den abenteuerlichen Mühlenpfad direkt vom Flusslauf aus zu entdecken. Dieser gilt auch als Refugium für Wasseramseln und Eisvögel. Unterhalb des Eulenfelsens gibt es idyllische Badeplätze mit Steinmühlen und Glassteinen an der Murg.
Die Murgtäler Flößer hatten einen riskanten Beruf. Der gefährliche Weg auf dem Wasser war lang, da er sie vom Murgtal, den Rhein hinunter bis nach Holland und meist zu Fuß in die Heimat zurückführte. Im Hördener Flößermuseum wird die Tradition der Murgschiffer mit vielen anschaulichen Fotos und Modellen sichtbar. Am 23. August öffnet der Heimatverein den Kindern das Haus Kast und baut mit ihnen im malerischen Innenhof ein Floßmodell.
Im unteren Murgtal fliest die Murg eher gemächlich, kann sich aber nach heftigem Regen und Schneeschmelze zum reißenden Hochwasser verwandeln. Bei Rastatt wurde der Fluss aufgrund von Maßnahmen zum Natur- und Hochwasserschutz umgestaltet. Dadurch ist ein neuer Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen entstanden. Pamina-Rheinguide Bernhard Unser geht am 18. August mit den Kindern auf den letzten 10 km der Murg mit dem Rad auf Entdeckungstour. Die Anreise ist mit der S-Bahn.
Die Anmeldung zu allen Ausflügen und Exkursionen ist auf www.ferienspass-gaggenau.de noch bis zum 21. Juni möglich. Beratung und Informationen über das Ferienspaßangebot erhalten interessierte Eltern auch im Kulturbüro der Stadt Gaggenau unter der Telefonnummer 07225 962-513.
