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Bürgermeister Michael Pfeiffer und Ortsvorsteherin Barbara Bender freuen sich über die gelungene Brückensanierung.
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02.03.2021

Rund fünf Monate war die Flößerbrücke nun komplett gesperrt. Seit knapp einer Woche kann sie wieder befahren werden, auch wenn die Restarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind. So sind diese Woche noch die Schlosser an den Brückengeländern damit beschäftigt für einen konstruktiven Holzschutz zu sorgen. Anschließend erfolgt noch die Reinigung, vor allem des Dachgebälkes sowie die Verbesserung der Beleuchtung. „Erst dann sind wir endgültig fertig“, erklärt der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, Jürgen Brick.

Nicht nachvollziehbar sind für ihn und die Kollegen in der Stadtverwaltung die heftige Kritik, die in den sozialen Medien über vermeintlich unfertige Arbeiten aufgekommen sind. „Die noch anstehenden Restarbeiten können auch während der Öffnung durchgeführt werden“, erklärt sein Mitarbeiter Volker Wickersheimer, dass man auch angesichts des guten Wetters die Brücke für die Radler und Spaziergänger schon freigegeben hat. Schließlich ist die Hauptarbeit, nämlich der Austausch des geschädigten Holzes sowie die Sicherung der Knotenpunkte abgeschlossen.

Bürgermeister Michael Pfeiffer und Ortsvorsteherin Barbar Bender freuten sich vergangenen Montag darüber, dass die Sanierung nunmehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte und keine Umwege mehr in Kauf genommen werden müssen. Bürgermeister Pfeiffer wies in seinem Rückblick auf die Schwierigkeit hin, „eine Firma zu finden, die den Holzbrückenbau beherrscht“. Es gebe nicht viele Spezialisten wies Pfeiffer auf die besonderen statischen Herausforderungen hin. Es war im Jahr 2017 als bei der routinemäßig stattfindenden Brückenüberprüfung gravierende Mängel festgestellt wurden. „Die Brücke war total marode“. Die Brücke wurde dann vorläufig soweit repariert, dass die Brücke zum Teil wieder für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden konnte.

Im vergangenen Oktober erfolgte dann die Vollsperrung, um die Brücke komplett sanieren zu können. Vor allem die Hauptträger seien massiv beschädigt gewesen, ebenso die beiden Außenbinder, berichtet Brick. Zurückzuführen waren die Schäden vor allem auf mangelnden Wetterschutz. All dies wurde nun verbessert. Besonders sichtbar werden die Sanierungsmaßnahmen beim Blick unter die Brücke. Neues Holz wurde zudem an den Seiten angebracht, in einer Art Lamellentechnik, die nun für eine seitliche Belüftung sorgt. Zudem wurde das Dach auf beiden Seiten erweitert, um so mehr Regenschutz für die Brücke zu bieten. Neu am Dach sind auch Ablaufrinnen für das Niederschlagswasser. Das Brückengeländer selbst wird künftig durch ein Titanblech geschützt. Die Knotenpunkte der Brücke wurden durch Metallstreben verstärkt. „Brückenteile, die noch gut waren und zuvor selbstverständlich auf Schädlinge und Schäden untersucht worden waren, haben wir erhalten“, erklärt Brick. Die Art der Sanierung war mit dem Ortschaftsrat Hörden erörtert worden, der sich schließlich einvernehmlich für diese Art der Sanierung entschieden hatte. „Die Sanierung ist gelungen, der Charakter der Holzbrücke wird durch die neue Verkleidung wieder stärker betont“, resümiert Bürgermeister Pfeiffer.

Die Kosten belaufen sich inklusive der Ingenieurkosten auf rund 550.000 Euro. Dabei erhält die Stadt einen Zuschuss aus dem „kommunalen Sanierungsfonds für die Sanierung von Brückenbauwerken“ von circa 192.600 Euro vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg. Darüber hinaus wurde beim Landratsamt Rastatt eine zusätzliche Förderung („Radwegförderung des Landkreises“) beantragt.