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Das Foto zeigt den Eingangsbereich der klag-Bühne in Gaggenau im Sommer 2025
Gaggenau erhält eine neue klag-Bühne
© Stadt Gaggenau

16.04.2026

Nachdem die Stadt bekanntgegeben hat, dass die Baden-Badener Scherer-Stiftung der Stadt ein neues klag gegenüber der Jahnhalle errichtet, haben die Verwaltung einige Fragen erreicht, die hier nun aufgegriffen und erläutert werden.

Warum wurde der Standort bei der Jahnhalle ausgewählt?
Der Standort zeichnet sich durch seine sehr zentrale Lage und die gute Anbindung an die B462 aus. Zudem befindet sich das Gelände im Eigentum der Stadt. Gleichzeitig ist die Aufenthaltsqualität dort bislang eher gering, so dass der Bereich aus Sicht der Stadt nun mehr aufgewertet wird.

Gibt es keine anderen Flächen in Gaggenau?
Die Stadt verfügt nur über wenige eigene Flächen. Alle potenziellen Standorte wurden geprüft. Dabei müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein, etwa gute Erreichbarkeit, ÖPNV-Anbindung, ausreichend Parkmöglichkeiten, Bebaubarkeit und rechtliche Zulässigkeit. Diese Anforderungen konnten nicht überall erfüllt werden.

Warum wurde nicht der Standort Freibad Bad Rotenfels gewählt?
Dieser Standort wurde ebenfalls geprüft. Allerdings ist die Fläche zum großen Teil seit 2013 als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. Eine Überplanung oder Bebauung ist in diesen Bereichen derzeit nicht möglich. Um dort bauen zu können, müssten an mehreren Stellen entlang der Murg Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Diese liegen in der Zuständigkeit des Landes. Derzeit ist nicht absehbar, wann diese Maßnahmen erfolgen. Erst danach könnten ein Gesamtkonzept für die Fläche und ein Bebauungsplan erstellt werden. Für das klag käme eine Nutzung daher zu spät.

Hätte man das klag nicht auch im ehemaligen City Kaufhaus oder Parkhotel integrieren können?
In beiden Fällen haben wir es überlegt – es ist aber vor allem aufgrund der baulichen Substanz jeweils nicht möglich. Für die Bühne wird eine Höhe von mindestens sieben Metern benötigt. Diese Voraussetzungen sind weder im Kaufhaus noch im Parkhotel gegeben. Dazu kamen bei beiden Gebäuden weitere Unwägbarkeiten.

Warum wurde das klag nicht in einer städtischen Halle untergebracht?
Alle Hallen wurden geprüft. Diese sind jedoch größtenteils vor allem durch Vereine stark ausgelastet. Zudem sind nicht alle baulich geeignet, passend gelegen oder entsprechend technisch ausgestattet. Außerdem fehlt den klassischen Hallen das typische Kleinkunst-Flair. Die Stadt hätte also mit hohem finanziellem Aufwand eine Halle „umgestalten“ müssen.

Wer kommt für die Instandhaltung auf?
Die Instandhaltung übernimmt die Stadt Gaggenau. Bereits bisher trägt die Stadt die Unterhaltskosten der klag-Bühne als Mieterin.

Wie lange kann die Stadt das neue klag nutzen?
Aktuell ist eine mietkostenfreie Nutzung für 30 Jahre vereinbart, mit zwei Optionen auf Verlängerung um jeweils zehn Jahre. Auch über diese Zeit hinaus ist diese Nutzung nicht ausgeschlossen.

Wo sollen die Besucher parken?
Geplant ist, dass der Daimler-Parkplatz gegenüber von Lidl abends für die Besucher zur Verfügung steht.

Wie stark ist die Belastung für die Anwohner?
Die Belastung wird voraussichtlich gering sein. Die Besucher parken zentral auf dem Daimler-Parkplatz. Der Ausgang der Bühne wird nicht in Richtung Wohngebiet führen. Zudem finden nicht täglich Veranstaltungen statt. Die gesetzlichen Vorgaben zum Lärmschutz werden vollständig eingehalten.

Wer gestaltet das Programm im klag?
Wie bisher übernehmen das städtische Kulturbüro und  die Rantastic GmbH aus Baden-Baden die Programmgestaltung. Ein entsprechender Vertrag soll noch geschlossen werden.

Wird die geplante Eventscheune auch für andere Veranstaltungen genutzt?
Nein. Die Nutzung ist an den Stiftungszweck gebunden, der eine kulturelle Ausrichtung vorsieht. Andere Veranstaltungen wie Partys/Hochzeiten sind ausgeschlossen. Wörtlich heißt es in der Stiftungssatzung: Die Förderung von Kultur, Geschichte, Kunst und Künstlern in Baden-Baden und angrenzenden Städten und Gemeinden.

Was passiert mit der KINDgenau-Bühne bei den Märkten?
Während der Bauzeit wird es Einschränkungen geben. Die Stadt ist jedoch zuversichtlich, einen geeigneten neuen Standort für die KINDgenau-Bühne zu finden – das gilt auch für weitere betroffene Marktteilnehmer.

Wird die gesamte Fläche des Annemasse-Gartens benötigt?
Nein. Die Gesamtfläche beträgt etwa 2.700 Quadratmeter. Für den Bau wird nur rund ein Viertel benötigt. Der Großteil der Grünfläche bleibt also weiterhin bestehen und nutzbar, insbesondere auch der Spielplatz.

Könnte das Grundstück nach 50 Jahren anderweitig genutzt werden?
Nein. Die Nutzung wird über den Bebauungsplan geregelt, über den der Gemeinderat entscheidet. Derzeit ist vorgesehen, das Gebiet dauerhaft für kulturelle Zwecke auszuweisen.