14.08.2021
Nach der Hochwassergefahrenkarte besteht entlang der Murg für die Stadt eine erhebliche Hochwassergefährdung. Allerdings ist für den Hochwasserschutz an der Murg zunächst einmal das Regierungspräsidium Karlsruhe zuständig, mit dem die Stadt in engem Kontakt ist, um die Hochwassergefährdung zu reduzieren.
So wurde bereits im Jahr 2017 der Hochwasserschutz an der Murg, im Bereich Daimler und Innenstadt fertiggestellt. Das Projekt wurde federführend von der Stadt Gaggenau umgesetzt.
Um den Hochwasserschutz Murg in Gaggenau weiter zu verbessern, wurde im Dezember 2018 ein weiterer Vertrag mit dem Regierungspräsidium abgeschlossen. In diesem geht es insbesondere um den Bereich von der Schillerbrücke bis zum Pegel Bad Rotenfels. Dabei wurden die Schwachstellen im Blick auf 100-jährige Ereignisse analysiert, geplant und die Kosten berechnet.
Die Maßnahmen sollen sukzessive umgesetzt werden.
Dazu wird die Stadt mit dem Regierungspräsidium eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abschließen, nach der die Federführung des Projektes für die ersten beiden Abschnitte erneut bei der Stadt Gaggenau liegt. Darin geregelt ist auch die Kostenaufteilung des Projektes, das aktuell auf mindestens 6,7 Millionen Euro geschätzt wird. 70 Prozent übernimmt das Regierungspräsidium, 30 Prozent die Stadt. Lediglich die Kosten für die Sanierung der Mauer im Bereich Rindeschwenderstraße (Konrad-Adenauer-Brücke Richtung Glasersteg) wird vollständig vom Regierungspräsidium übernommen, da es sich hier um Unterhaltungsarbeiten handelt.
Derzeit wird davon ausgegangen, dass die ersten Maßnahmen frühestens in den Jahren 2024 realisiert werden können. Priorität werden dabei die Maßnahmen des ersten und zweiten Abschnittes haben, das heißt zwischen Schillerbrücke und Glasersteg.
Die Planungsleistungen werden nun EU-weit ausgeschrieben. Das Ingenieurhonorar für die Planungsleistungen, die zur Erstellung der Genehmigungsplanung erforderlich sind, liegt bei etwa 300.000 Euro. Der Kostenanteil der Stadt beträgt rund 90.000 Euro.
