30.10.2021
Die Adventszeit ohne Adventsmarkt ist fast nicht denkbar. Viele haben im vergangenen Jahr die Atmosphäre des Adventsmarktes vermisst, auf dem sich der Duft von Glühwein mit rauchigen Grillschwaden und süßem Waffelduft vermischt. Das Treffen am Mittag zum Mittagstisch genauso wie der Bummel durch die Budenreihen, in denen weihnachtliche und winterliche Accessoires geboten werden.
In diesem Jahr müssen die Murgtäler nicht auf den Adventsmarkt in der Gaggenauer Innenstadt verzichten. Und er wird sogar in ähnlicher Form wie bisher stattfinden, heißt es aus dem Rathaus. Der Hauptunterschied liegt darin, dass Imbiss- und Getränkestände streng getrennt sind von den kunsthandwerklichen Buden. Denn nach der Corona-Verordnung muss auch im Freien bei Veranstaltungen 3G eingehalten werden, wenn gegessen oder getrunken wird. Und so werden diese Buden auf dem Marktplatz gruppiert und umzäunt sein. Wer sich kulinarisch verwöhnen lassen will, muss am Eingang einen Nachweis vorlegen können, dass er geimpft, genesen oder getestet ist. Auf dem Marktplatz wird auch eine Bühne stehen, auf der verschiedene Gruppen auftreten werden.
Ohne Zugangsbeschränkungen ist das übrige Markttreiben. Insgesamt sorgen rund ein Dutzend Beschicker für eine äußerst breit gefächerte Auswahl an Artikeln. Von Kerzen und Dekorationsartikel über selbstgebackene Plätzchen und Stollen bis hin zu selbst gestrickten Socken und Mützen sowie regionalen Spezialitäten reicht die Palette. Zudem wird hier auch fündig, wer ein individuelles selbst gefertigtes Weihnachtsgeschenk aus talentierter Künstlerhand sucht. „Wir haben sehr viele Anfragen erhalten“, freut sich Marktmeisterin Edith Grimm über das große Interesse von Beschickern an einer Teilnahme am Gaggenauer Adventsmarkt. Damit steht 17 Tagen Adventsmarkt nichts im Wege. „Alle freuen sich wieder auf ein bisschen Normalität“, berichtet sie von den Gesprächen mit Teilnehmern. Und auch aus der Bevölkerung gibt es viele Nachfragen nach dem Stattfinden des Marktes.
Auch wenn der „Ess- und Trinkbereich“ abgegrenzt ist und nur über kontrollierten Zugang möglich ist, geht die Stadt davon aus, dass es dem Markt keinen Abbruch tut. Im Gegenteil. Die Kontrolle von 3G habe ja auch etwas Beruhigendes und vermittle Sicherheit, meint Edith Grimm. Wenn das Wetter dann auch noch mitspielt, dürfte es an Besuchern nicht mangeln. „Die Menschen sehnen sich nach ein wenig Normalität“, sagt auch Citymanager Philipp Springer. Er hofft zudem, dass die Adventszeit dem Corona-gebeutelten Handel wieder mehr Zuwächse beschert. „Der Herbst ist gut angelaufen. Die Leute gehen wieder shoppen“, stellt er fest. In der Adventsmarktzeit werden die Händler an den Freitagen ihre Geschäfte in der Innenstadt länger geöffnet haben. Und auch an den Adventssamstagen kann länger nach Geschenken gestöbert werden.
Der Wochenmarkt wird in dieser Zeit in die Fußgängerzone umziehen. Zudem dürfen sich auch die Kinder freuen. Neben dem Marktplatz, außerhalb des eingezäunten Bereiches steht für sie ein Kinderkarussell bereit.
