Aktuelles
Das Foto zeigt das Areal, wo der Spielplatz Josef-Hollerbach-Straße für die Sommerhalde II entstehen könnte.
Hier könnte ein Spielplatz für die Sommerhalde II entstehen.
© Stadt Gaggenau

29.7.25

Mehrere Bebauungspläne standen am Montagabend auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

Für den Bebauungsplan „Nördlich der Brunnenstraße“ in Selbach fasste der Gemeinderat den Satzungsbeschluss, so dass dieser nun in Kraft treten kann. Wie die Stadtverwaltung berichtete, liegt der erste Bauantrag bereits vor. Ziel des Bebauungsplanes ist es, die Nachverdichtung zu ermöglichen. Ebenfalls das Ziel der Nachverdichtung verfolgt der Bebauungsplan „Zwischen Hornbergweg, Haydnstraße und Friedhofstraße“ in Ottenau. Anlass für die Aufstellung des Planes im Jahr 2022 waren zwei Bauanträge. Nach der Offenlage wurden nun nochmals Änderungen sowie Ergänzungen vorgenommen, die am Montagabend im Gemeinderat vorgestellt wurden. Zum einen wurde die Traufhöhe von acht auf sechs Meter - mit Blick auf Umgebungsbebauung geändert. Erstmals wurde zudem eine Festsetzung zur Zahl von Fahrradabstellplätzen vorgenommen. Damit will die Stadt den Fahrradverkehr stärken. Der Gemeinderat stimmte dem geänderten Satzungsentwurf zu. Der Entwurf kommt erneut in die Offenlage. 
Ermöglichen will die Verwaltung auch das Bauen hinter der alten Turnhalle in Bad Rotenfels. Aus diesem Bereich liegen der Verwaltung Anfragen vor, so dass hierfür, sobald möglich, ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Ausdrücklich wurde darauf verwiesen, dass hierbei auch die Interessen des Turnvereins berücksichtigt werden müssen.

  

Spielplatz in der Sommerhalde II

Schließlich fasste der Gemeinderat zudem einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Spielplatz Josef-Hollerbach-Straße“, um dort einen Spielplatz zu ermöglichen. Mehrfach war in der Vergangenheit von Anwohnern aus der Sommerhalde II die Errichtung eines Spielplatzes gefordert worden. Im Januar 2025 wurde der Stadtverwaltung zudem eine Unterschriftenliste mit 124 Unterschriften zugeschickt. Argumentiert wird, dass die dortigen Familien schon seit Jahrzehnten auf die Errichtung eines Spielplatzes warten und sich derzeit nun ein Generationenwechsel in der Sommerhalde II vollzieht. Aktuell leben dort etwa 70 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren, 50 von ihnen sind unter 9 Jahre alt. In anderen Gebieten wie beispielsweise „Mittlerer Rain“ sind es 130 Kinder und im Grittweg gut 200 Kinder bis zehn Jahre. Dennoch hält die Verwaltung einen Spielplatz mit Blick auf die isolierte Lage des Gebietes für gerechtfertigt. Zudem liegt der nächste Spielplatz über 500 Meter weit entfernt. Derzeit gebe es damit keine ausreichenden Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in dem Gebiet. Die Verwaltung schlug deshalb die Aufstellung eines Bebauungsplanes vor, um die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Auch ein Standort wurde bereits gefunden. Allerdings ist die Umsetzung mit Blick auf die derzeitige finanzielle Situation der Stadt offen. Erst wenn im nächsten Haushalt Mittel eingestellt werden, kann die Planung und Umsetzung angegangen werden.