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Jede Ausgabe muss fortan unter die Lupe genommen werden.
Gaggenau hat weniger Schulden als vergleichbare Städte.
© Jorma Bork / pixelio.de (www.pixelio.de)

26.02.2022

Als im Laufe des Jahres 2020 der Doppelhaushalt für Gaggenau geplant wurde, war der Einbau von raumlufttechnischen Anlagen in den Schulen und Kindergärten noch kein Thema. Aus diesem Grund musste die Stadt nun einen Nachtragshaushalt erlassen, um die Investitionen von insgesamt 8,4 Millionen Euro zu ermöglichen. Knapp 5,3 Millionen Euro davon erhält die Stadt über Bundesmittel erstattet. Mit berücksichtigt wurde beim Nachtragshaushalt zudem eine Kostensteigerung von 1,5 Millionen Euro beim Waldseebad.

Mit dem Nachtragshaushaltsplan ist es durch höhere Steuereinnahmen und höhere Landeszuweisungen gelungen, beim Gesamtergebnis eine deutliche Reduzierung des bislang ausgewiesenen Fehlbetrages um nahezu 4 Millionen Euro zu erreichen. Erfreulich wertete Kämmerer Andreas Merkel, dass im landesweiten Vergleich die Pro-Kopf-Verschuldung in Gaggenau deutlich unter dem Betrag anderer großer Kreisstädte liegt. In Gaggenau liegt diese bei 49 Euro, landesweit sind es pro Bürger im Schnitt 125 Euro. Verglichen mit einer Ampel bilanzierte Andreas Merkel, dass Gaggenau zwar den Haushaltsausgleich bei der Ertragslage nicht erreicht, wohl aber für eine geordnete Finanzlage verfügt, bei der die Liquidität deutlich über der Mindestliquidität ist. Und auch die Vermögenslage befinde sich im grünen Bereich, verwies er auf die geringe Fremdkapitalquote und die Tatsache, dass das Anlagevermögen durch langfristiges Kapital gedeckt ist.