8.4.26
Im Stadtteil Hörden steht eine umfangreiche Baumaßnahme an: Am 20. April beginnt die Sanierung der Kanäle in der Hördener Straße. Die Arbeiten sollen bis in den Herbst andauern. Ziel ist es, den Hochwasserschutz zu verbessern und die Infrastruktur zukunftsfähig auszubauen.
Im Zuge der Maßnahme lässt die Stadt zudem im Auftrag der Stadtwerke Leerrohre verlegen. Diese ermöglichen künftig Reparaturen oder Modernisierungen, ohne dass die neue Straßendecke oder Gehwege erneut geöffnet werden müssen.
Warum ist die Sanierung notwendig?
Die bestehenden Kanäle sind veraltet und zunehmend schadensanfällig. Zudem sind sie nicht ausreichend dimensioniert, um größere Wassermengen bei Starkregen aufzunehmen. Ein separater Regenwasserkanal existiert bislang nicht. Daher wird das gesamte Kanal- und Leitungssystem neu strukturiert.
Was wird gebaut?
Auf einer Länge von mehr als 82 Metern werden Kanäle und Versorgungsleitungen erneuert. Der bestehende Mischwasserkanal wird deutlich vergrößert: Das bisherige Rohr (DN 1000) wird durch ein Stahlbetonrohr mit einem Durchmesser von 1.400 Millimetern ersetzt. Zusätzlich wird ein separater Regenwasserkanal (DN 400, PP) parallel zum Mischwasserkanal verlegt.
Warum ein Trennsystem?
Das neue Abwasser-Trennsystem sorgt dafür, dass Schmutz- und Regenwasser getrennt abgeführt werden. Dadurch wird die Kläranlage entlastet, da weniger Wasser behandelt werden muss. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Überlastungen und damit verbundenen Überschwemmungen bei Starkregen.
Wie funktioniert das System?
Im Mischwasserkanal werden weiterhin die häuslichen Abwässer sowie belastetes Oberflächenwasser von der Straße gesammelt und zur Kläranlage geleitet.
Das Regenwasser von Dachflächen und privaten Grundstücken wird hingegen über den neuen Regenwasserkanal separat abgeführt. Es wird dem Vorfluter der Murg zugeführt und so möglichst naturnah in den Wasserkreislauf zurückgeführt.
Warum ist die Baustelle anspruchsvoll?
Der Baustellenbereich zwischen Bahndamm und Hördener Landstraße ist räumlich stark eingeschränkt. Es gibt nur wenig Platz für Lagerflächen und Baulogistik, weshalb Anlieferungen genau koordiniert werden müssen.
Zudem verlaufen bestehende Gas- und Wasserleitungen durch den Baubereich. Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten müssen diese provisorisch umgelegt werden, um Schäden zu vermeiden und die Versorgung während der Bauzeit sicherzustellen.
Was kostet die Maßnahme?
Die Baukosten belaufen sich nach der Ausschreibung auf rund 869.000 Euro. Davon entfallen etwa: 600.000 Euro auf den Kanalbau, 141.000 Euro auf den Straßenbau und 128.000 Euro auf die Versorgungsleitungen. Die Kosten für die Versorgungsleitungen tragen die Stadtwerke. Hinzu kommen rund 11.000 Euro für die Verkehrssicherung.
Verkehrsregelungen während der Bauzeit
Die Baustelle wird ab Montag, 20. April, eingerichtet. Während der Bauzeit ist der gesamte Bereich gesperrt. Betroffen sind das Teilstück der Hördener Landstraße ab Haus Nr. 31 bis zum Ende der Flößerhalle, die Kreuzung Hördener Straße/Hördener Landstraße sowie die Hördener Straße bis zum Bahndamm.
Nach Fertigstellung der Tiefbauarbeiten im Bereich der Hördener Landstraße wird dieser Abschnitt voraussichtlich nach etwa zweimonatiger Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben. Umleitungen werden ausgeschildert.
