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Den Hundehaufen-Marathon mag nicht jeder.
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13.12.2021

Die Hinterlassenschaften von Hunden sind und bleiben ein Dauerbrenner, an dem sich schon so mancher zwar nicht die Finger verbrannt, aber schmutzig gemacht hat. Betroffen sind fast immer Parkanlagen, Grünflächen und Spazierwege – und auch viele verantwortungsbewusste Hundehalter.

Es stinkt zum Himmel

Selbst die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes kämpfen ganzjährig beim Mähen und Reinigen von Wegen, Wiesen und Seitenstreifen mit den Tretminen. Die sind nicht nur auf dem Boden sehr unappetitlich, sondern führen auch bei Mäharbeiten oder dem Zurückschneiden verschiedener Sträucher zu bösen Überraschungen. Wird der Hundekot aufgewirbelt, kann dieser einige Meter weit geschleudert werden. In solchen Fällen bleibt der Hundekot dann nur selten einfach nur unter der Schuhsohle kleben, sondern ist von Schuhsohle und Kleidung auch noch schwer zu entfernen.

Die Hundewurst und die Ausreden

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, einen Hundekotbeutel parat zu haben. Die Ausreden der „Häufchensünder“ sind allerdings so zahlreich wie die Kothaufen der Vierbeiner. Aus den ewigselben Argumenten lässt sich schon schlussfolgern, dass die Hinterlassenschaften der Vierbeiner bewusst in Kauf genommen werden, auch wenn das Handeln negative Folgen für andere hat.

Das Häufchen und sein Erbe

Hundekot verbreitet nicht nur unangenehme Gerüche (ja, auch im Winter), sondern hat auch noch einige unangenehme Bewohner, wie Parasiten, Viren und Bakterien, die sich nicht nur auf den Menschen, sondern auch auf Tiere wie z.B. Hunde anderer Hundehalter übertragen können. Und eine Infektion passiert schneller, als man denkt. Die Erreger können wirklich gefährlich werden. Auch ein Hund ohne Symptome - nach einer Ansteckung mit Hundekot-Erregern - kann andere Hunde (und Menschen) anstecken. Wer einen Welpen betreut, der schon einmal unter den Folgen einer Ansteckung gelitten hat, kennt die Problematik der Entsorgung von Hundehaufen.

Nur weg mit den Hundehinterlassenschaften

In Gaggenau gibt es bereits weit mehr als 30 Dog-Stationen, an denen Hundebesitzer kostenlose Tüten finden und später die Hinterlassenschaft ihres Hundes entsorgen können. Weitere Stationen sind derzeit nicht geplant. Zudem stehen weitere 20 Tütenspender in Gaggenau und den Stadtteilen zur Verfügung. Auch im Rathaus können Hundebesitzer kostenlose Beutel abholen – auch während der Pandemie.

Trotz aller angebotenen Alternativen gibt es ganzjährig Beschwerden, dass auch in der Nähe der Tütenspender und Dog-Stationen bräunliche Hinterlassenschaften entweder gar nicht erst aufgehoben oder die gefüllte Tüte einfach in die Natur verbannt wird. Auch von Entsorgungen vor einzelnen Wohnhäusern ist schon berichtet worden.

Mit Grips auf andere Rücksicht nehmen

Was spricht eigentlich gegen das Entsorgen an den Dog-Stationen, öffentlichen Abfallbehältern oder über den hauseigenen Restabfallbehälter? Wer seinen Hund liebt, der achtet darauf, dass auch er gesund bleibt. Vielleicht spart umsichtiges Verhalten mit den Hinterlassenschaften so auch noch den teuren Gang zum Tierarzt.

Und ja, dieses gedankenlose Verhalten beim Hundehaufen-in-die-Gegen-schmeißen oder Häufchen-ich-lass-dich-liegen-für-die-Nachbarskinder kann mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld auch ganz schön teuer werden.