18.7.25
Im kommenden Winter soll die Hans-Thoma-Schule nicht mehr mit Gas beheizt werden, sondern über Fernwärme versorgt werden. Damit ist die Schule das erste Gebäude der Stadtverwaltung, das an die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Gaggenau im Bereich Quartier West angeschlossen wird.
Dieser Tage fiel der Startschuss für den ersten Fernwärmeanschluss der Stadt: Mitarbeiter der Stadtwerke bauten im Keller der Hans-Thoma-Schule eine Übergabestation auf. Ganz leicht war es nicht, die über 220 Kilogramm schwere Station über die Kellertreppen an den richtigen Standort zu transportieren. Die Übergabestation ist quasi die Schnittstelle vom Fernwärmenetz der Stadtwerke – zur Hans-Thoma-Schule, erklärt Florian Eisele von der städtischen Hocbauabteilung. Er organisiert die Energieumstellung und plant dazu auch die weiteren Bauarbeiten. Mit Beginn der Sommerferien starten die Arbeiten am Außengelände auf der Rückseite der Schule Richtung Humpertstraße. Dort liegen bereits die isolierten Rohrleitungen, in denen die Wärme in Form von heißem Wasser zur Schule transportier wird. In den Ferien sollen nun die weiteren Leitungen von der Humpertstraße zur Schule gelegt werden. Das bedeutet, dass der Spielplatz über die Ferienzeit nicht genutzt werden kann. „Wir wollen aber zum Schulstart fertig sein“, betont Florian Eisele, dass die Arbeiten bewusst auf die Sommerferien gelegt wurden, um die Beeinträchtigungen für Schule und Schüler möglichst gering zu halten.
Um das Ziel, bis zum Jahr 20240 klimaneutral zu werden, erreichen zu können, setzt die Stadt unter anderem auf den Ausbau der Fernwärmeversorgung. 2017 wurde im Helmut-Dahringer Haus die erste Fernwärmeanlage installiert, die 2024 erweitert wurde. Sie versorgt nicht nur das Altenwohn- und Pflegeheim, sondern auch einzelne Gebäude in der Wald-, Bismarck- und Jahnstraße mit Fernwärme. Neben der Hans-Thoma-Schule und der Carl-Benz-Schule sollen weitere Wohnhäuser angebunden werden, erklärt Ferdinand Reinbold, SWG-Abteilungsleiter Netze. Ergänzend zum Quartier West, ist als zweites Ausbaugebiet das Quartier Dachgrub geplant. Auch hier sollen Wohnhäuser und öffentliche Einrichtungen angeschlossen werden. „Die Eichelbergschule wird dann die zweite Schule sein, die mit Nahwärme versorgt wird“, erklärt Eisele. Ebenso werden die Sporthalle sowie die Kulturhalle und später die sanierte Realschule an das Fernwärmenetz vom Quartier Dachgrub angeschlossen werden.
