13.12.25
Die Stadt Gaggenau investiert in den kommenden zwei Jahren umfassend in den Hochwasserschutz im Bereich des Bernsteinbads in Sulzbach. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung zu, dass die Stadt die notwendigen Aufträge vergibt.
Dies ist ein wichtiger Schritt zum Schutz vor einem Hochwasser, das statistisch alle 100 Jahre auftritt (HQ 100). Durch diese Maßnahme sollen auch bei größeren Niederschlägen die Abflusskapazitäten ausreichen, um Schäden zu verhindern.
Warum die Baumaßnahme notwendig ist
Grundlage für das Projekt ist das Hochwasserschutzkonzept der Firma WALD + CORBE, das die Murgnebengewässer im Stadtgebiet untersucht hat. Die Analyse aus dem Jahr 2016 zeigt: Die bestehende Verdolung im Bereich des Bernsteinbads ist zu klein dimensioniert, um größere Wassermengen sicher abzuleiten.
Deshalb wird die bestehende 60 Zentimeter große Verdolung durch ein deutlich leistungsfähigeres Rohr mit einem Durchmesser von 1 bis 1,4 Meter ersetzt. Das Einlauf- und das Auslaufbauwerk werden erneuert. Der offene Bachabschnitt am Parkplatz wird verbreitert, und auf einem angrenzenden Privatgrundstück wird eine bislang unterdimensionierte Verdolung zurückgebaut und wieder geöffnet. Dadurch kann das Wasser künftig besser abgeführt werden, und das Risiko von Überflutungen sinkt.
Die Aufträge sollen noch vor Jahresende ausgeschrieben werden, die Vergabe ist im Januar geplant. Umgesetzt wird diese Hochwasserschutzmaßnahme in zwei Abschnitten. Alle Bauarbeiten finden außerhalb der Schwimmbadsaison statt. Als Erstes ist der Umbau des offenen Gewässerbereichs am Parkplatz an der Reihe – von Februar bis April. Nach der Badesaison, von September 2026 bis voraussichtlich 2027 sind der Neubau des Einlauf- und Auslaufbauwerks, Vergrößerung der Verdolung sowie die Verbesserung der Einlaufsituation zwischen den Häusern 146 und 148 an der Reihe.
Die Oberfläche des Parkplatzes wird anschließend erneuert und als geordneter Parkraum gestaltet. Diese Arbeiten werden separat ausgeschrieben.
Hohe Förderquote vom Land
Die Gesamtkosten des Projekts betragen 1,27 Millionen Euro. Die Stadt kann einen großen Teil der Investition über Fördermittel abdecken: Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Maßnahme mit einer Förderquote von 69,5 Prozent für die Baukosten und die Planungskosten mit einem Zuschuss in Höhe von 13,8 Prozent. Den Rest muss die Stadt aufbringen.
