18.12.25
Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen, zwei Projekte für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) zur Förderung anzumelden. Dabei handelt es sich um die Umwandlung des Hartplatzes des Fußballvereins Bad Rotenfels in einen Kunstrasenplatz sowie um die Errichtung einer neuen Skateanlage im Traischbachareal. Beide Projekte werden im Rahmen der Interessenbekundung beim Bund eingereicht, wobei der Kunstrasenplatz als erste Priorität und die Skateanlage als zweite Priorität festgelegt wurden.
Mit dem Bundesprogramm will der Bund Kommunen beim Abbau des Sanierungsstaus bei Sportstätten unterstützen. Für den Projektaufruf 2025/2026 stehen bundesweit erhebliche Mittel zur Verfügung. Ob und welche Projekte letztlich berücksichtigt werden, hängt jedoch von der Anzahl der eingehenden Anträge und den Förderkriterien ab.
Kunstrasenplatz Bad Rotenfels
Der Fußballverein Bad Rotenfels plant, seinen bestehenden Hartplatz in einen ganzjährig bespielbaren Kunstrasenplatz umzuwandeln. Der Verein zählt derzeit rund 375 aktive Sportlerinnen und Sportler und ist auf zusätzliche Trainingsflächen angewiesen. Der Hartplatz ist bei nasser Witterung häufig nicht nutzbar. Durch den Umbau, der auch den Bau einer Zisterne zur Bewässerung der Naturrasenplätze vorsieht, könnte künftig nicht nur der Trainingsbetrieb verbessert, sondern auch Trinkwasser eingespart werden. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 1,15 Millionen Euro geschätzt. Nach Abzug von Fördermitteln, Vereinsleistungen und Spenden würde sich der städtische Anteil – im Falle einer Förderzusage – auf rund 115.000 Euro belaufen, die im Doppelhaushalt 2027/2028 einzuplanen wären.
Jugend- und Bewegungsparks im Traischbachareal
Als zweites Projekt soll die Planung und der Bau einer Skateanlage im Traischbachareal eingereicht werden. Die Skateanlage ist Teil eines größeren Jugend- und Bewegungsparks, der aus einer Jugendbeteiligung an den Gaggenauer Schulen hervorgegangen ist. In mehreren Workshops entwickelten Jugendliche gemeinsam mit einem Planungsbüro erste Ideen, die auf große Resonanz gestoßen sind. Das Gesamtprojekt besteht aus Pumptrack-Anlage, Skateanlage und einigen
kleinen Spezialfeldern wie z.B. einem Parkour, einer Calisthenics-Anlage etc.Der erste Bauabschnitt, die Skateanlage, soll nun priorisiert umgesetzt werden. Die Kosten für diesen Bauabschnitt werden auf rund 880.000 Euro geschätzt. Auch hier wäre eine Bundesförderung von bis zu 45 Prozent möglich.
Oberbürgermeister Michael Pfeiffer betonte in der Sitzung, dass die Zustimmung des Gemeinderats bewusst unter dem Vorbehalt der tatsächlichen Aufnahme der Projekte in das Bundesprogramm stehe. Die Nachfrage nach den Fördermitteln sei erfahrungsgemäß sehr hoch, eine Förderung daher keineswegs sicher.
Mit dem Beschluss ist zunächst der erste Schritt getan. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Interessenbekundung fristgerecht beim Bund einzureichen. Eine Entscheidung über die Auswahl der Projekte wird voraussichtlich Ende Februar 2026 erwartet.
