Wie sorge ich vor?

Obwohl Deutschland zu den sichersten Ländern der Welt gehört, können Krisen und Katastrophen eintreten. Ein Unwetter, Sabotage oder ein Unfall können dazu führen, dass die Versorgung mit Strom, Wasser und Gas unterbrochen wird. Wenn so etwas passiert, ist es besser, vorbereitet zu sein. Dies hilft, in extremen Situationen ruhig zu bleiben. Denn in Krisensituationen brauchen vielleicht Menschen in der Umgebung besondere Unterstützung.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erläutert in einer Broschüre, was in Krisen- und Katastrophenfällen zu beachten ist.

Diese Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ steht hier zum Download bereit.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen aus der Broschüre zusammengefasst.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Legen Sie einen Vorrat an.

Laden Sie die Warn-App Nina herunter.

Überprüfen Sie Ihre Hausapotheke.

Frischen Sie Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf.

Sprechen Sie altersgerecht mit Ihren Kindern über Notfälle und Krisen.

Bewahren Sie alle wichtigen Dokumente sicher auf.  

Prägen Sie sich die wichtigsten Notrufnummern ein oder notieren Sie sie.

Erstellen Sie eine Kontaktliste auf Papier.

Laden Sie hier die Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ herunter und befolgen Sie die Tipps.

Jeder Haushalt sollte sich möglichst zehn Tage lang selbst versorgen können. Doch auch, wenn ein Vorrat für drei Tage reicht, ist das hilfreich.

Wasser: 2 Liter pro Person und Tag.

Essen, das ungekühlt haltbar ist und nicht gekocht werden muss (mögliche Allergien berücksichtigen)

Dringend benötigte Medikamente für eine Woche

Ersatz-Batterien, -Akkus und -Ladegeräte für technische Hilfsmittel (z.B. fürs Hörgerät)

Hygiene-Artikel

Basis-Ausstattung für medizinische Versorgung: Pflaster, Mullbinden, Schmerzmittel, fiebersenkende Mittel, Kühlkompresse, Brand-, Wund- und Heilsalbe

Was Sie bevorraten, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Grundsätzlich gilt:

Das Essen muss ungekühlt haltbar sein.

Das Essen sollte ungekocht genießbar sein oder nur eine kurze Kochzeit benötigen.

Denken Sie an Allergien und Essgewohnheiten.

Wenn kleine Kinder im Haushalt leben, brauchen sie vielleicht spezielle Nahrung.

Denken Sie an Ihre Haustiere.

Taschenlampe

Batterien

aufgeladene Powerbank

aufgeladene Akkus

etwas Bargeld

Ersatzkochgelegenheit (Stövchen, Campingkocher samt Brennmaterial)

vollständiger Verbandskasten

ein Radio, das ohne Strom aus der Steckdose funktioniert (batterie- oder solarbetrieben oder ein Kurbelradio)

eine Liste mit Kontaktdaten auf Papier

die wichtigsten Dokumente

warme Kleidung

Haushaltsgeräte funktionieren nicht mehr.

Sie können nicht telefonieren. Auch das Mobilfunknetz kann ausfallen.

Es gibt kein Internet.

Es gibt kein Licht.

Aus der Leitung kommt kein Wasser.

Die Heizung fällt aus.

Bankautomaten funktionieren nicht.

Die medizinische Versorgung in Krankenhäusern kann eingeschränkt sein.

Bleiben Sie ruhig. Meist sind Stromausfälle in kurzer Zeit behoben.

Schauen Sie in den Sicherungskasten. Vielleicht ist der Strom nur in Ihrer Wohnung ausgefallen. Falls nicht, sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, um zu erfahren, ob auch sie keinen Strom haben.

Trennen Sie alle elektrischen Geräte vom Netz. Damit vermeiden Sie Schäden, wenn die Stromversorgung wiederhergestellt wird.

Kühlschrank und Gefriergeräte bleiben möglichst geschlossen.

Sie können einen Gaskocher verwenden – allerdings nur im Freien.

Essen können Sie auf einem Stövchen aufwärmen.

Bleiben Sie im Haus.

Schließen Sie Fenster, Türen, Rollläden, Fensterläden.

Ist noch ausreichend Zeit: Sichern Sie bewegliche Gegenstände im Freien (Fahrräder, Gartenmöbel, Sonnenschirm etc.)

Meiden Sie Keller und Hallen.

Nehmen Sie empfindliche Elektrogeräte vom Netz.

Suchen Sie Schutz in einem Gebäude. 

Bleiben Sie nach Möglichkeit im Auto.

Bei Hagel: Setzen Sie sich in ungeschützten Bereichen in die Hocke

Verlassen Sie bei Gewitter offenes Gelände. Meiden Sie Bäume, Türme, Antennen.

Halten Sie Abstand zu Überlandleitungen.

Die Informationsmöglichkeiten können eingeschränkt sein. Internet und Mobilfunk können ausfallen. Die Stadt Gaggenau informiert deshalb auf verschiedenen Kanälen.

Beachten und befolgen Sie Lautsprecher-Durchsagen, Meldungen im Radio und Sirenenwarnungen. Informieren Sie Ihre Nachbarn oder Familienangehörigen.

Rufen Sie bitte nicht bei der Feuerwehr an, wenn Leib und Leben nicht gefährdet sind.

Eine Minute Heulton mit an- und abschwellendem Ton bedeutet: Es besteht Gefahr. Informieren Sie sich.

Eine Minute Dauerton bedeutet: Entwarnung. Die Gefahr ist vorbei.

Feuerwehr/Rettungsdienst: 112 

Polizei: 110

Giftnotruf: 0761 19240 (Vor einem Anruf beim Giftnotruf sollte im akuten Notfall der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden).

Telefonseelsorge: 0800 1110111 oder 0800 1110222

Apothekennotdienst: 22833 (vom Handy, 69 Ct./Minute), 0800 00 22833 (kostenlos aus dem Festnetz)

Allgemeinärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

Kinderärztlicher Bereitschaftsdienst am Klinikum Mittelbaden in Baden-Baden: 07221 912080