05.05.23
Angelika Schroth hat bereits ihren Lieblingsplatz in Gaggenau entdeckt: „An der Murg, mitten in der Stadt ist es wirklich wunderschön“, kommt die neue Kulturbüroleiterin ins Schwärmen. Sehr wohl fühlt sie sich aber vor allem auch an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Gaggenauer Stadtverwaltung.
„Ich freue mich, dass es geklappt hat und ich nun hier sein kann“, sagt sie und erwähnt gleich die großen Fußstapfen, in die sie getreten sei. Was ihre Vorgängerin Heidrun Haendle in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut und geleistet hat, kennt sie auch aus eigenem Erleben. „Ich war gerne im Klag und habe auch das Kurparkfest besucht“. Aus der Nachbarstadt Ettlingen hat sie das kulturelle Leben von Gaggenau interessiert beobachtet. Dort war die Mutter von drei erwachsenen Söhnen 30 Jahre im Kultur- und Sportamt tätig. In Gaggenau hat sich für sie nun die Chance ergeben, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und selbst das Kulturbüro zu leiten. Dabei ist sie dankbar, dass sie auf ein gutes erfahrenes Team setzen kann und es viele etablierte Projekte in Gaggenau gibt. Neues entwickeln und Bestehendes erhalten – das ist ihre Devise für Gaggenau. Kurparkfest, Ferienspaß, klag-Bühne oder auch das neue Veranstaltungskonzept von live&local wird es deshalb auch weiterhin geben.
Ansonsten wird im Gespräch mit Angelika Schroth schnell klar, dass sie neue Akzente in Gaggenau setzen wird und vor Ideen nur so sprudelt. Vor allem Jugendliche will sie mehr für Kultur begeistern. „Ich halte das für sehr wichtig, denn Kultur öffnet den Horizont. Mit Musik, Sprache, Bildenden Künsten und Theater oder Tanz kann man lernen, sich selbst ausdrücken. Man kann damit der Welt mitteilen, was man erlebt, was man denkt und fühlt. So entsteht die Möglichkeit, sich mit den Mitmenschen auszutauschen und das ist sehr wichtig für die Gemeinsamkeit und das friedvolle Zusammenleben“.
Fürs Erste hat sie einen Poetry-Slam-Workshop im Rahmen des Ferienspaßes eingeplant. Und auch im Herbst soll es nochmals einen Workshop mit anschließendem Slam geben. Vielleicht gibt es aber auch mal einen Rap-Battle. In jedem Fall müssen es Angebote sein, die die Jugend ansprechen. Musik ist da auch ein gutes Mittel – das sie bei einer weiteren neuen Veranstaltung in den Mittelpunkt stellen will. Allzu viel will Schroth im Moment dazu noch nicht verraten. Nur so viel: „Wir werden Musik und Murg kombinieren“.
Schon in Ettlingen hat sie mit dem WatthaldenFestival, einem Festival mit weltumspannender Musik für alle Generationen, viel Erfahrung sammeln können. Etwas Ähnliches will sie auch für Gaggenau entwickeln. Musik verbindet: Schroth hat mit der Folknacht wie auch mit der Swingnacht in Ettlingen immer wieder ausgelassen tanzende Menschen in die Stadthalle gelockt. Musik und Kleinkunst waren seit jeher die Steckenpferde der umtriebigen Kulturmacherin, die auch für die Reihe „Kultur live“ in Ettlingen verantwortlich war. Zusätzlich hat sie nebenberuflich die Organisation der Konzerttournee „Rheingold“ von Rüdiger Oppermann 2016 organisiert, der auf dem Rhein zwischen Basel und Xanten Konzerte auf einem Schiff gab. „Das waren allesamt Orte, die vorher nie für Veranstaltungen genutzt wurden und es war grandios“, erinnert sie sich. Nun schwärmt Angelika Schroth von der Murg - da darf Gaggenau gespannt sein, was sich die neue Kulturbüroleiterin noch alles einfallen lässt, um den Freizeitwert von Gaggenau weiter zu steigern.
