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Das Foto zeigt in Ottenau das Wiebelsbach-Tal, in dem neue Tümpel im Dezember 2025 entstanden sind, damit sich neue Arten ansiedeln können.
Mit den Tümpeln am Wiebelsbach wurden neue Lebensräume geschaffen für viele Arten.
© Stadt Gaggenau

11.12.25

Auf den zwei städtischen Flurstücken im Bereich Wiebelsbach in Ottenau wurde nun eine weitere Maßnahme für den Biotopverbund umgesetzt. Die beiden Flurstücke sind in der Biotopverbundplanung zu einem großen Teil als Kernfläche feuchter Standorte kartiert. Die neu entstandenen Tümpel verbessern die Überlebenschancen von Amphibien und schaffen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Die Flächen waren relativ dicht bewachsen, unter anderem mit Brombeeren und Gehölzen. Vor Ort befand sich ein zugewachsenes, verlandetes, kleines, künstlich hergestelltes Stillgewässer. Mit einem Schreitbagger wurde die Fläche modelliert, und kleinere Stillgewässer wurden angelegt. Durch die Bodenbeschaffenheit sind die Tümpel dicht und halten das Wasser.

Die Maßnahme war deshalb so wichtig, weil in dem Gebiet viele Amphibien unterwegs sind. Durch das Anlegen der neuen Tümpel wurden jetzt die Laichplätze verbessert. Viele Amphibien, beispielsweise Grasfrosch, Erdkröte und Molche, sind auf kleine, fischfreie Stillgewässer angewiesen, damit sie sich fortpflanzen können. Die neuen Gewässer vergrößern das verfügbare Amphibien-Habitat und schaffen Rückzugsräume bei Trockenheit. Auch Insekten, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger profitieren und nutzen die Gewässer als Lebens- oder Jagdraum. Die Tümpel wurden mit unterschiedlichen Randbereichen ausgebildet, so dass dort mehr unterschiedliche Pflanzen wachsen können.

Da die Tümpel ausschließlich vom Hangwasser gespeist werden, ist jetzt noch genügend Zeit, um „vollzulaufen“, bis die Amphibienwanderung beginnt