12.02.2026
Gerade mal fünf Cent waren in der städtischen Kasse, die sich die Narren beim Rathaussturm unter den Nagel rissen. Und auch die Aktenlage ließ wenig Gutes erwarten: In der Kämmerei soll angesichts des Finanzdesasters eine Blütenedition gedruckt werden.
Weitere Hiobsbotschaft: Aufgrund der leeren Stadtkasse wird zur Gesundheitsförderung jetzt Bewegung in den kalten Hallen verordnet, in denen die Heizung nicht funktioniert. Und welche Strafe erwartete die Stadtoberen? Sie müssen die nächsten Tage als Kaufhauszwerge Bonbons an die Kinder verteilen. Schließlich müssen die Kinder durch die Kaufhausschließung künftig auf die Kaufhauszwerge verzichten – das einzige Event für die Kinder in Gaggenau. Und so ließen Zwerg Michael und Zwerg Andreas es zum Regen auch noch Bonbons von der Bühne für den Nachwuchs regnen.
Das Wetter hatte dieses Jahr für einen kürzeren Rathaussturm gesorgt. Nach dem Auftritt des Fanfarenzuges eroberte das Kinderballett der GroKaGe die Bühne, um zu demonstrieren: „Kinder an die Macht“. Und da wurden die Stadtoberen auch schon von den Bärlochhexen auf die Bühne gezerrt – begleitet von Gemeinderäten und Kämmerer Sascha Maier sowie Hauptamtsleiter Georg Feuerer. Eine wirkliche Chance hatten sie nicht. Sie mussten Schlüssel, Kasse und Akten herausrücken und Rechenschaft ablegen. Dass das Parkhotel zur NATO-Kommandozentrale wird, war ebenfalls zu hören – wie der Erfolg des Bauturbos „Gestern gebaut, heute genehmigt“. Die Gaggo-Clowns beendeten mit ihrer Casting-Show zum Jubiläum den Rathaussturm.
Am Rosenmontag laden die Narren um 10.31 Uhr ins Rathaus zur närrischen Ratssitzung ein. Dann wird sich zeigen, wer das Rathaus am besten regiert …
Auch Rathaussturm der Kinder litt unter Regen
Auch das morgendliche Treiben auf dem Marktplatz der Kindergarten- und Schulkinder fiel dieses Jahr ins Wasser: Statt sich ins närrische Getümmel zu stürzen, machten sich Oberbürgermeister Michael Pfeiffer, Bürgermeister Andreas Paul sowie die GroKaGe deshalb auf den Weg in die Kindergärten und Grundschulen der Stadt.
Tänze, Lieder und närrische Darbietungen wurden wie geplant aufgeführt – nur eben nicht vor dem Rathaus, sondern direkt in den Einrichtungen. In die Polonaise reihte sich auch die Rathausspitze im Superman-Kostüm gerne ein.
