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Das KI-generierte Bild zeigt eine Ratte inmitten von herumliegendem Müll.
Müll zieht Ratten an.
© Symbolbild

23.3.26

Der Bau- und Umweltausschuss vergab die Rattenbekämpfung für die nächsten 20 Monate wieder an die Firma Rockstroh aus Bad Rappenau. Diese ist bereits seit 2018 für die Stadt tätig und hatte bei der Ausschreibung das einzige Angebot abgegeben. Um Mietkosten zu sparen, hat die Stadt eigene Köderboxen gekauft. Ratten verschwinden aber nur, wenn sie weder Futter noch Unterschlupf finden. Hier Fragen und Antworten:

 

Wie funktioniert die Rattenbekämpfung?

Für die systematische Rattenbekämpfung gelten strenge Vorgaben des Umweltbundesamtes. Giftköder dürfen nur dann ausgelegt werden, wenn nachweislich Ratten vorhanden sind. Die 65 fest eingebauten und zehn flexiblen Köderstationen im Stadtgebiet werden mit Lockködern bestückt, alle zwei Wochen kontrolliert, und die Abfraß-Rate wird dokumentiert. Angefressene Lockköder werden von geschultem Personal gegen Giftköder getauscht.

 

Trotz Ködern huschen immer noch Ratten über die Straße. Warum?

Vermutlich nehmen die Ratten den Köder nicht an. Das passiert, wenn sie anderswo einfacher an Nahrung kommen. Die Bekämpfungsmaßnahmen können nur erfolgreich sein, wenn die Köder attraktiver sind als die Konkurrenznahrung im Umfeld. Im Klartext: Ratten dürfen nirgendwo Nahrung finden.

 

Was kann der Einzelne tun?

  • Halten Sie Abfallbehälter fest verschlossen. Lassen Sie defekte Abfallbehälter reparieren oder austauschen.
  • Entsorgen Sie Müll nur in Abfallbehältern – nie daneben.  
  • Lagern Sie Abfalltüten oder Sperrmüll nicht im Hinterhof oder am Straßenrand.
  • Entsorgen Sie Speisereste in der Biotonne, nicht auf dem Kompost oder in der Toilette.
  • Lassen Sie keine Futterquelle für Haustiere oder Vögel unkontrolliert offenstehen.
  • Achten Sie in Ihrem Wohnumfeld auf Hygiene und Sauberkeit.
  • Verschließen Sie offene Stellen jeder Art (etwa Öffnungen zur Lüftung) in Erdbodennähe mit engmaschigen Gittern.
  • Füttern Sie keine Tiere in Parks, Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen. Ratten lieben die Reste.
  • Schadhafte Kanalrohre im Keller, defekte Drainageleitungen und Hausanschlüsse sowie kaputte Regenfallrohre und Bodenabläufe bieten Ratten ideale Zugangsmöglichkeiten. Lassen Sie die Schäden beheben.
  • Bieten Sie den Ratten auf Ihrem Grundstück keine Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten.

 

Was kostet die Bekämpfung der Ratten im gesamten Stadtgebiet?

Die Anschaffungskosten für die Köderstationen betrug rund 50.000 Euro. Die jährliche Miete hätte 39.000 Euro gekostet. Bei der Verwendung eigener Boxen kostet die Rattenbekämpfung jährlich etwa 115.000 Euro. Das Angebot der Firma Rockstroh lag bei knapp 191.000 Euro für den Zeitraum April 2026 bis Dezember 2027.

 

Wer bekämpft die Ratten auf Privatgrundstücken?

Dafür sind gemäß Polizeiverordnung die Grundstückseigentümer zuständig. „Am besten beauftragen Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer damit, die Ratten zu bekämpfen und zu beseitigen“, rät die Stadtverwaltung.