30.4.26
Die Erweiterung und Generalsanierung der Realschule auf dem Campus „Dachgrub“ wird später als ursprünglich geplant starten. Ziel bleibt es jedoch, das Gesamtprojekt im Frühjahr 2029 abzuschließen.
Bereits im Januar hatte die Stadt über eine Verzögerung informiert. Grund war, dass es im Bereich der Objektplanung zu Qualitäts- und Leistungsdefiziten sowie personellen Engpässen des beauftragten Architektenbüros gekommen war. In der Folge mussten Ausschreibungen – unter anderem für Erd- und Rohbauarbeiten – aufgehoben und überarbeitet werden. Um Schaden von der Stadt abzuwenden, wurde das Projekt gestoppt.
In den vergangenen Wochen wurden in enger Abstimmung zwischen Stadt, Projektsteuerung und Architekturbüro Lösungen erarbeitet, um das Projekt wieder auf eine stabile Grundlage zu stellen. Künftig wird das Büro Ernst² Architekten die bisherigen Planer unterstützen und insbesondere bei der Qualitätskontrolle der Ausführungsplanung und Erstellung der Ausschreibung sowie bei der Sicherung von Kosten, Terminen und Qualität eine zentrale Rolle übernehmen.
Die Projektsteurer Andreas Fein und Yvonne Fohner von den Hitzler Ingenieuren Stuttgart erläuterten den aktuellen Sachstand und stellten den angepassten Bauzeitenplan vor: Der Start der Erdbauarbeiten für die Erweiterung ist nun für November 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung der Erweiterung wird derzeit für das erste Quartal 2028 angestrebt, die abschließende Sanierung des Bestandsgebäudes soll bis zum ersten Quartal 2029 erfolgen.
Trotz der zeitlichen Verschiebung geht die Stadt aktuell davon aus, dass der genehmigte Kostenrahmen eingehalten werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass die vorgesehenen Optimierungsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem eine eng verzahnte Planung von Neubau und Bestand, gebündelte Ausschreibungen sowie der Einsatz vorgefertigter Bauelemente.
Die Verzögerungen und Planungsdefizite riefen beim Gemeinderat Kritik und viele Fragen hervor.
Ein Anliegen ist es der Stadt und den Planern, den laufenden Schulbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen. Daher sollen aufwendigere Bauarbeiten – etwa im Bestandsgebäude – möglichst in Ferienzeiten gelegt werden. Die städtische Abteilungsleiterin Wencke Wolf betonte, dass die Schulleitung frühzeitig über die neuen Abläufe informiert und eingebunden wird.
