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Das Foto zeigt die Aussenfassade und den Eingangsbereich des City Kaufhauses im August 2025.
Die Rückabwicklung der Genossenschaft ist eingeleitet.
© Stadt Gaggenau

20.6.26

Die City Kaufhaus Gaggenau eG i. L. hat einen weiteren Schritt auf dem Weg ihrer geordneten Auflösung eingeleitet. Rund 1.600 Mitglieder erhalten dieser Tage Post mit Informationen zum weiteren Vorgehen.

Darin informiert der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Paul über das weitere Verfahren zur Rückabwicklung der Geschäftsanteile.

Die Mitgliederversammlung hatte am 31. März 2026 die Auflösung der Genossenschaft beschlossen. Nun beginnt die gesetzlich vorgeschriebene Abwicklung. Nach Abschluss des Liquidationsverfahrens und unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen werden die Geschäftsguthaben an die Mitglieder ausgezahlt.

Alternativ können die Genossinnen und Genossen ihre Geschäftsanteile an die Bürgerstiftung Gaggenau übertragen. Für entsprechende Übertragungen stellt die Stiftung steuerlich anerkannte Spendenbescheinigungen aus. Gemeinsam mit dem Anschreiben erhielten die Mitglieder daher auch Informationen über die Arbeit der Bürgerstiftung sowie die erforderlichen Formulare.

Die City Kaufhaus Gaggenau eG war gegründet worden, um das traditionsreiche City Kaufhaus in der Innenstadt zu erhalten. Innerhalb kurzer Zeit schlossen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zusammen und beteiligten sich an der Genossenschaft. Ihr gemeinsames Ziel war es, das Kaufhaus zu erhalten.

Im Verlauf der weiteren Untersuchungen zeigte sich jedoch, dass ein dauerhafter Erhalt des Kaufhauses in seiner bisherigen Form wirtschaftlich nicht tragfähig gewesen wäre. Beeindruckt von diesem Engagement der Bürgerschaft zeigte sich auch ein Investor, der das Gebäude erwarb und derzeit saniert. Die Mitglieder entschieden sich deshalb für die geordnete Auflösung der Genossenschaft.

 „Rund 1.600 Bürgerinnen und Bürger haben sich engagiert und Verantwortung übernommen. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient unseren ausdrücklichen Dank und unsere Anerkennung“, erklärt Bürgermeister Andreas Paul.

„Auch wenn die Genossenschaft ihr ursprüngliches Ziel nicht verwirklichen konnte, bleibt sie ein bemerkenswertes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt. Die vielen Mitglieder haben gezeigt, dass ihnen die Zukunft ihrer Innenstadt nicht gleichgültig ist“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Paul.

Die Mitglieder werden gebeten, ihre Rückmeldungen bis zum 10. Juli 2026 an die Genossenschaft zu übermitteln. Über den weiteren Verlauf der Abwicklung sowie den Zeitpunkt der Auszahlung werden sie rechtzeitig informiert.