26.08.2021
Schon mehrfach war in den letzten Wochen der Startschuss für die Sanierungsarbeiten an der Konrad-Adenauer-Brücke verschoben worden. Grund war fehlendes Material. Da sowohl die Baufirma wie auch die Stadtverwaltung eine „stille Baustelle“, auf der über längere Zeit nichts gearbeitet wird, verhindern wollte, wurden die gesamten Arbeiten verschoben. „Jetzt liegen – nach Mitteilung der Baufirma – alle Lieferzusagen vor, sodass wir durchgehend arbeiten können“, erklärt die Tiefbauabteilung der Stadt.
Ab dem 30. August ist die Brücke für den Verkehr gesperrt. Lediglich Radfahrer und Fußgänger werden die Brücke noch queren können. Mit der Baustelleneinrichtung wird drei Tage zuvor begonnen. Spätestens bis zur Adventszeit soll die Sanierung abgeschlossen sein, sodass zur Vorweihnachtszeit die Innenstadt wieder auf allen Wegen gut erreichbar ist. Die Zufahrt zur Murgufer-Tiefgarage über die Hirschstraße wird auch während der Bauzeit immer möglich bleiben. Wer keine Umleitungen fahren möchte, dem empfiehlt die Stadt auf dem Annemasseplatz zu parken und über die Murguferanlage in die Fußgängerzone zu gehen.
Um welchen Schäden geht es?
Die Konrad-Adenauer-Brücke wurde 1964 gebaut und 1983 umgebaut. Im Jahr 2017 wurde die Brücke einer Brückenhauptprüfung unterzogen. Mit dem Ergebnis, dass sich das Bauwerk in einem ungenügenden Zustand befindet. Die Brücke wurde daher für LKWs über 30 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. Besonders gravierend wurden die Schäden im Bereich Endquerträger Überbau/Lagerbank Widerlager, Betonschäden im Bereich der Randkappen, nicht funktionsfähige Lager und Fahrbahnübergänge sowie stark geschädigter Belag bewertet.
Was wird nun gemacht?
- Erneuerung der Übergangskonstruktion am westlichen Bauwerkende
- Erneuerung der Elastomerlager am westlichen Widerlager
- Erneuerung des Stahlgeländers
- Erneuerung des bituminösen Fahrbahnbelages inclusive der Abdichtung
- Rissüberbrückende Beschichtung der gesamten Betonrandkappen
- Erneuerung der gesamten Brückenabläufe samt Verlängerung der Ablaufstutzen
- Betoninstandsetzung im Bereich der Über- und Unterbauten
Was soll erreicht werden?
Durch diese Instandsetzung ist die Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit für mindestens die nächsten 25 bis 35 Jahre gewährleistet. Dabei wird voraussichtlich die Sperrung für LKW über 40 Tonnen Gesamtgewicht bestehen bleiben.
Wie hoch sind die Kosten?
Nach jetzigen Stand liegen die Baukosten bei voraussichtlich 650.000 Euro. Die Stadt hofft auf einen Zuschuss von 300.000 Euro.
