4.3.26
Die ersten Kröten, Frösche und Molche machen sich bald schon wieder auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Deshalb laufen die Schutzmaßnahmen der Stadt wieder an. Autofahrer werden gebeten, jetzt besonders aufmerksam zu fahren – besonders, wenn es warm und feucht ist.
Eine größere Maßnahme gibt es wie in jedem Jahr am Rißweg in Ottenau. Dort stellt die Lebenshilfe für die Stadt einen 600 Meter langen Amphibienzaun auf, und rund 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sammeln die Tiere regelmäßig ein und bringen sie zu ihren Laichplätzen.
Dauerhaft werden Kröten, Frösche und Molche am Waldseebad umgelenkt. Dort ist die Schutzanlage fest installiert. Und in Michelbach macht der Landkreis Rastatt die Verkehrsteilnehmer auf die Kröten-Wanderung aufmerksam.
Dass Amphibien zunehmend auf Schutz angewiesen sind, belegen die Zahlen in Ottenau. Im vergangenen Jahr sammelten die Ehrenamtlichen an dem 600 Meter langen Zaun nur 219 Tiere ein. Einen Tiefstand gab es 2024: Damals konnten nur 32 Tiere gerettet werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren an der Stelle 1020 Tiere gefunden worden. Die Zahl sank danach rapide.
„Allgemein ist es viel zu trocken, und es gibt viel zu wenig Nahrung für die Tiere“, nennt die Stadtverwaltung Gründe. Die Technischen Betriebe füllen deshalb das Laichgewässer in Ottenau mit Wasser auf, und im Rahmen des Biotopverbundplanes werden wieder Lebensräume geschaffen. Doch auch Verkehrsteilnehmer können einen kleinen Beitrag leisten: „Fahren Sie bitte langsam, so dass die Tiere sicher an ihre Laichgewässer kommen.
